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Saison 2015
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Peter Naumann Bergsaison 2015

02./03. Mai 2015  European Hill Race Eschdorf (L) -> 2. Platz
24./25. Mai 2015  53. Wolsfelder AvD Bergrennen -> 4. Platz
30./31. Mai 2015  Int. Bergrennen St. Anton (A) -> 3. Platz
13./14. Juni 2015  ADAC Bergpreis Schottenring -> 1. Platz
26./28. Juni 2015  Ibergrennen Heiligenstadt -> 1. Platz
11./12. Juli 2015  Homburg ADAC Bergrennen -> Unfall
 
Eschdorf 2015
 

Kommentare zum Saisonverlauf

Uli Kohl: "# 16 Radio KW Berg-Cup Fahrerlager meldet...
…dass Mr. Berg-Cup Franz Weißdorn seinen Freund und Mannschaftskameraden Peter Naumann von den „Gipfelstürmern 54“ in der Klinik und in der Reha schon oft besucht hat, ist mittlerweile wohl allgemein bekannt. Dass der dabei alle Register zieht, um Peter auf seinem langen Weg zurück zu helfen, versteht sich bei Franz von selbst und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Weniger bekannt ist aber vielleicht, dass er dabei auch schon seinen Hund Sammy einspannte und mit nach Gerlingen brachte. Wo dieser von Peter, der in den KW Berg-Cup Fahrerlagern immer Zeit für Franzls vierpfotigen Kumpel fand und mit diesem super zurechtkam, wiedererkannt und dann auch liebevoll gestreichelt wurde.
…dass Peter Naumann schon immer ein Faible für Käsesahnetorten hatte. Daran hat sich nichts geändert. Denn als Silvia Ebenhöh kurz vor dem Jahreswechsel ein von ihr eigens für Peter gebackenes Exemplar davon mit nach Gerlingen nahm und dort zum Nachmittagskaffee anbot, langte Peter mit großem Appetit zu und verspeiste sein Stück sichtlich mit Genuss. Nicht ganz so viel Gefallen fand Peter dann am sehr gesunden Klinik Abendessen. Dass er zwar als braver Patient fast komplett verputzte, um aber im Anschluss daran immer noch Platz für ein weiteres Stück der echt leckeren Käsesahne zu finden."
(www.berg-cup.de / 21.01.2016)
 
Uli Kohl: "Peter Naumann sagt: "Macht's besser!" Das tut auch er selbst.
Rund fünfeinhalb Monate liegt der folgenschwere Unfall von Peter Naumann im VW Polo 1.4 G40 beim Homburger Bergrennen jetzt zurück. Eine Zeit, die aus Bangen und Hoffen bestand, die geprägt war von häufigem Auf und Ab. Im Moment geht es für den 48-Jährigen eindeutig bergauf, auch wenn noch ein sehr langer Weg vor ihm liegt, der weitere Monate, ja sogar Jahre dauern kann. Wie weit diese Route Peter führen wird, ist uns allen leider völlig unbekannt, wir hoffen aber gemeinsam auf eine möglichst vollständige Wiederherstellung, drücken ihm ganz fest die Daumen dazu.
Peter mit Freunden Ein Eckpfeiler dabei ist die Unterstützung seiner Frau Anne und seiner Familie, dazu die häufigen Besuche aktueller und alter Weggefährten, die immer wieder zu Peter in die Gerlinger Schmieder Kliniken kommen. Die Familie Flik ist jeden Dienstagabend da, gleich mehrmals fanden zum Beispiel Franz Weißdorn mit seiner Erika sowie Silvia und Armin Ebenhöh den Weg in das Reha-Zentrum nahe Stuttgart, um nur einige zu nennen. Am 30. Dezember waren die Ebenhöhs wieder bei Peter, diesmal komplett einschließlich Tochter Simone, erstmals begleitet auch von Brigitte und Uli Kohl. Beim Ausflug zum Schloss Solitude entstand das gezeigte Foto.
Wenn man Peter beobachtet, wie er – zwar langsam und mit Anstrengung, aber geschickt und konzentriert – einfache Dinge verrichtet, so erkennt man sofort ganz klar seine uns so vertrauten Wesenszüge. Zum Beispiel öffnet und schließt er die Drehverschlüsse von Flaschen, trinkt und isst so gut wie selbständig, verfolgt Gespräche aufmerksam, erkennt seine Besucher, beginnt mit diesen zu sprechen, drückt seine Meinung auch durch seine Mimik aus. Am 15. Januar 2016 steigt er in die nächste Reha-Phase auf, ein absolut positives Zeichen.
Auch Schalk und Humor sind deutlich zu erkennen. Werden amüsante Geschichten aus der Vergangenheit erzählt, dann lächelt oder lacht er darüber verschmitzt, gibt leise seine Kommentare dazu. Glasklar war seine Botschaft bei der Verabschiedung: Auf unser „mach’s gut, Peter!“ kam die deutliche Antwort „Macht’s besser!“ Dies wird auch Peter in Zukunft tun, davon sind wir überzeugt!" (www.berg-cup.de / 31.12.2015)
 
Uli Kohl: "„Keep Fighting Peter!“ - Aufkleber-Aktion startet in Oberhallau
#KeepFightingPeter“, das ist die klare Message auf mehr als einhundert Aufklebern, die ab Oberhallau an Peter Naumanns KW Berg-Cup Fahrerkollegen verteilt werden. Reto Meisel hatte die Idee dazu, Patrick Hein – der mit seiner Firma unter anderem für die herausragende Optik von Retos SLK 340 sowie des Ford Escort Mk1 von Andi Kokor verantwortlich zeichnete – hat sie umgesetzt. Gründlich und perfekt wie immer, sogar in verschiedenen Farben und Größen. Diese Aufkleber hat Patrick gesponsert, vielen Dank dafür.
Sie sollen uns von nun an auf unseren KW Berg-Cup Rennern begleiten. Und uns visuell dazu auffordern Peter, der am 12. Juli in Homburg mit seinem VW Polo 1.4 G40 16V so folgenschwer unglücklich verunfallte, weiterhin kräftig zu unterstützen. Indem wir an ihn denken. Und indem wir ihm und seinem Umfeld von Herzen alles erdenklich Gute, Kraft, Geduld und Ausdauer wünschen.
Denn das alles werden der 48-jährige Gartenbautechniker und seine Angehörigen brauchen, auf Peters Weg zurück. Auf dem es durchaus kleine Fortschritte gibt, wie uns seine Frau Anne aktuell berichtete. Peter befindet sich im Wachkoma, öffnet die Augen, fixiert damit Personen und folgt ihnen. Auf bekannte Besucher und Stimmen reagiert er mit ansteigendem Blutdruck und erhöhter Pulsfrequenz. Genauso verhält er sich auch beim Anhören von Mitschnitten, die beim Hauenstein Bergrennen live aufgezeichnet wurden. Das könnten erste Hinweise darauf sein, dass Peter langsam auf dem Weg vom Wachkoma zum Minimal-Bewusstsein ist. Er bewegt seine Arme, den linken mitsamt der dazu gehörigen Hand besonders stark, dazu beide Beine. Dies tut er richtig mit Druck und Kraft. Damit scheint das Gespenst einer eventuellen Querschnittslähmung gebannt zu sein. Noch atmet Peter durch eine Kanüle, aber von nun an wird das Atmen durch Mund und Nase zweimal täglich mit ihm geübt. Vier bis fünf Wochen wird er wegen der erlittenen Wirbelverletzungen noch seine Halskrause tragen müssen. Über die oben geschilderten Anzeichen und Reaktionen hinaus ist eine Kommunikation mit Peter zurzeit leider noch nicht möglich. Daher gibt es auch keinerlei Prognosen über den weiteren Verlauf sowie über den möglichen Grad der Wiedergenesung. Die bis jetzt in kleinen Schritten positiv verläuft, die aber auch jederzeit auf dem Stand X stehen bleiben und stagnieren kann.
Aber Peter ist eine ausgeprägte Kämpfernatur mit festem Willen. Dies hat ihn nach dem Unfall bereits Dinge wie eine Lungenembolie und Thrombosen gut überstehen lassen. Seine mentale Stärke wird Peter weiterhin helfen. Bei seinem wichtigsten Rennen, das er jemals bestritten hat. In dem es nicht um einen Tausendstel- oder Hundertstelsekunden Takt geht. Sondern in dem es gemäß den Aussagen seiner betreuenden Neurologen in Gerlingen in Wochen, Monaten und vielleicht sogar Jahren zu rechnen gilt. Also ist weiterhin Geduld angesagt, sehr viel Geduld. Und jede Menge Unterstützung dazu. Die wir sehr gerne geben. Mit unseren Gedanken und vielleicht auch – wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt – mit einem persönlichen Besuch. Wir drücken Peter in seinem längsten und entscheidendsten Rennen ganz fest die Daumen. Und „Keep Fighting Peter!“ Wir wissen, du wirst dies konsequent tun. Denn wir wollen dich zurück. Das sollst du ganz einfach wissen!" (www.berg-cup.de / 28.08.2015)
 
Uli Kohl: "Peter Naumann hat die kritischste Phase hinter sich – nun ist Geduld angesagt
Zehn Tage sind nun seit Peter Naumanns Highspeed-Unfall, den er am 12. Juli im ersten Wertungslauf zum 42. Homburger ADAC Bergrennen im oberen Streckenteil erlitten hat, vergangen. Mit seinem VW Polo 1.4 G 40 war er von der Fahrbahn abgekommen und mit hoher Geschwindigkeit in ungünstigem Winkel an einen massiven Baum geprallt. Schwer verletzt wurde Peter in die Homburger Uniklinik eingeliefert, verbrachte dort die erste Woche im künstlichen Koma.
In dieser Zeit konnten die kleinen Einblutungen im Gehirnbereich gestillt werden, die verletzten Wirbel wurden soweit nötig operativ eingerichtet. Eine leichte Entzündung der Lunge wurde mit Antibiotika erfolgreich behandelt und ist mittlerweile vollständig abgeklungen. Nach dem letzten Wochenende wurden die Narkosemittel abgesetzt, Peter befindet sich in der Aufwachphase, atmet zum Teil bereits selbständig, wird nur bei Bedarf noch maschinell unterstützt. Er beginnt langsam auf sein Umfeld und auf Besuch leicht zu reagieren.
Über den weiteren Verlauf seiner Genesung können – genauso wie über eventuell mögliche spätere Einschränkungen – im Moment absolut keine definitiven Prognosen gestellt werden. Als nächsten Schritt muss Peter vollständig dauerhaft aufwachen. Dies lassen Körper und Gehirn augenblicklich noch nicht zu, schützen sich selbst, erlauben Fortschritte nur in ganz kleinen Stufen.
Also ist weiterhin Geduld die oberste Tugend. Geduld und festes Daumen drücken. Für Peter, Anne und ihre Lieben. Immerhin ist Peter jetzt so stabil, dass er nächste Woche Richtung Heimat nach Tübingen verlegt werden kann. Unsere allerbesten Wünsche und unsere Gedanken begleiten ihn dorthin und bei all seinen weiteren Schritten und Stationen." (www.berg-cup.de / 22.07.2015)
 
Uli Kohl: "REKORD-JUBILÄUMSVERANSTATLUNG IM EICHSFELD
... Die Jungs auf den ersten zehn Positionen der imaginären Startaufstellung übten mit einer einzigen Ausnahme nur zweimal. Die Pole Position ist die Angelegenheit von Peter Naumann im VW Polo Super Charger. ...
... Konzentrieren wir uns in den Rennläufen auf die Top-Fünf, bei denen Abwechslung an der Tagesordnung ist. Mit Ausnahme der Spitze allerdings. An dieser agiert Peter Naumann absolut souverän, fährt eine blendende Serie von Laufbestzeiten, baut seinen Vorsprung kontinuierlich aus, gewinnt am Ende 2,478 Sekunden vor dem Zweitplatzierten. ...
... Dies gilt allerdings nicht für die Tourenwagen der Division I. Hier gratulieren wir Peter Naumann zum Sieg im VW Polo G40 16V vor Markus Wüstefeld im AMG Mercedes und Dieter Rottenberger im STW BMW. Peter Naumann hat am Iberg seine Doppelführung im KW Berg-Cup und in der Deutschen Automobil Berg-Meisterschaft der Tourenwagen ausgebaut. Aber Vorschusslorbeeren will er nicht. „Die Saison ist noch lang. Sicher, im Moment läuft es sehr gut bei mir. Aber auch die noch ausstehenden Rennen müssen ohne Fehler und technische Probleme über die Bühne gehen“ bleibt Peter bescheiden und mit beiden Füßen fest auf dem Boden. ..." (www.berg-cup.de / 30.06.2015)
 
Peter Naumann: "Erfolgreicher Renntag am Iberg
Am Samstag war der Trainingstag verregnet aber ich konnte auch bei feuchten Bedingungen zwei Mal die Bestzeit in der Gr. E1 bis 2,0l fahren. Bis kurz vor dem dritten Training trocknete die Strecke komplett ab und wie hofften, noch mal mit Slick trainieren zu können. Da kam ein heftiger Regenschauer runter. Ich ließ es dann bei zwei Trainingsläufen, denn am Sonntag soll es trocken sein und da macht es keinen Sinn nochmal, mit Regenreifen zu fahren.
Am Renntag war dann fast wolkenloser Himmel und perfektes Wetter für uns Rennfahrer und die Zuschauer. Da wir nicht mit Slick trainiert hatten, musste ich im ersten Rennlauf alles auf den Punkt bringen. An der steilen Startlinie gut weg gekommen und bis in den 6. Gang hoch beschleunigt. Die Kurven gut erwischt und früh auf Gas gegangen. Die Zeit: 1.00.8. Klasse! So schnell war ich noch nie am Iberg. Sechs Zehntel hinter mir Sonderbauer und Preisser. Auch im 2.+3. Lauf konnte ich die Bestzeit fahren und ich holte meinen ersten Klassensieg in der 2,0l am Iberg. Zweiter wurde Dieter Rottenberger vor Roman Sonderbauer. Das i-Tüpfchen war, dass ich mit meinem Polo 1.4 Supercharger auch schnellster Tourenwagen wurde.
Als nächstes kommt die fahrerisch sehr anspruchsvolle Bergrennstrecke in Homburg. Am Start sind diesmal wieder Jörg Weidinger und Björn Wiebe. Da wird es wieder zu spannenden Kämpfen um die Podest Plätze hinter Weidinger kommen." (30.06.2015)
 
Peter Naumann: "Perfektes Rennen am Schotten Bergpreis
Nachdem der Polo in St. Anton so perfekt lief, wurde am KW Fahrwerk keine Schraube verstellt. Nur am Getriebe musste eine längere Übersetzung eingebaut werden, weil die Strecke in Schotten zu den schnellsten in der Saison gehört.
Nach dem ersten Training merkte ich schon: Schotten, mein Polo und ich passen ganz gut zusammen. Die schnellen Geraden und die beiden Kehren zum heraus beschleunigen. Das war wie gemacht für meinen starken Polo 1.4 Supercharger. Im Training war ich in der Klasse E1 bis 2,0l der Schnellste.
Der erste Rennlauf am Sonntag begann dann recht zäh. Es gab viele Unterbrechungen. Auch ein paar Autos vor mir, als Thomas Flik mit seinen Clio in der ersten Ecke von der Strecke abkam. Für den ersten Lauf wollte ich eine gute Zeit setzen. Am Start sehr gut weggekommen und der erste schnelle Knick im 4. Gang nur mit Lupfen gefahren, als das Heck plötzlich leicht ausgebrochen ist. Da war wohl noch ein bisschen Dreck vom Thomas seinem Abflug auf der Straße. Aber volle auf dem Gas geblieben und weiter bis zu den zwei Kehren, die im zweiten Gang gefahren werden. Optimal raus beschleunigt und dann im 6. Gang zur schnellen Doppel-Links. Wieder nur mit kurzen Lupfen gefahren. So schnell war ich dort im Training nie. Dann mit Vollgas zur Querspange. Im letzten Moment auf die Bremse und vier mal runter schalten. Dann die zwei engen Linkskurven der Querspange und danach wieder bis in den 6. Gang durchs Ziel.
Das war nicht schlecht, dachte ich aber in Schotten weiß man seine Zeit erst, wenn man wieder unten im Fahrerlager ist. Gut dass mein Schrauber Bernhard die Zeiten notiert hat: 1.22.04min. Eine Klasse Zeit, zwei Sekunden schneller als im Training. Ich habe 1.2 Sek. Vorsprung zu Roman Sonderbauer. Im zweiten und dritten Rennlauf fuhr ich noch mal ähnliche Zeiten und hatte vor dem letzten Lauf 4 Sek. Vorsprung. Jetzt nur noch hoffen, dass der Polo im letzten Lauf keine Mucken macht. Aber auch im vierten Rennlauf lief der Polo wie ein Uhrwerk und mein erster Saisonsieg war gesichert. Das war besonders wichtig, weil der unbesiegbare Jörg Weidinger nicht am Start war und mir in Wolsfeld das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Zweiter wurde Roman Sonderbauer im Kadett CQ vor Dieter Rottenberger im 320 STW.
In zwei Wochen geht es zum Iberg nach Heiligenstadt aber leider ohne meinen Teamkollegen Franz Weißdorn, der seinen Polo nach einem Unfall erst wieder reparieren muss." (15.06.2015)
 
Peter Naumann: "Ein weiter Trip nach Niederösterreich
Nach einer 620 km langen Anreise sind wir am Freitagvormittag in St. Anton an der Jessnitz angekommen. Am Samstag war ab 9 Uhr das Training angesagt und das Orga-Team rund um EMSI-Motorsport begann pünktlich, wie auch das ganze Rennen bestens organisiert war. Da ich schon zum dritten Mal in St. Anton am Start war, kam ich mit der anspruchsvollen Strecke gleich ganz gut zurecht und konnte meine eigene Bestzeit aus dem Vorjahr schon im Training unterbieten.
Am Sonntag begann der erste Rennlauf nach dem Start sehr gut, aber beim Anbremsen bei Posten 11 im 6. Gang wurde mein Heck unruhig und ich verlor den Schwung für die schnelle Linkskurve. Mit dickem Hals ging es dann die schnellen Kurven bis ins Ziel. Meine Zeit 1.22,5min. Nach dem Fehler hatte ich gar nicht mit so einer schnellen Zeit und dem 3. Platz gerechnet. Jörg Weidinger fuhr eine unschlagbare 1.19,9min. aber der Österreicher Andy Marko war nur siebeh Zehntel schneller als ich. Mist, dachte ich. Ohne meinen Fehler wäre der Rückstand um einiges knapper.
Im zweiten und dritten Rennlauf fuhr ich noch einen 1.22,5 und eine 1.22,3min. Ich war immer knapp schneller als Marko. Aber der alte Fuchs brauchte seinen Vorsprung vom ersten Lauf ja nur verwalten. Bei den ersten Drei in der Klasse gab es keine Verschiebungen mehr. Mit dem Ergebnis kann ich sehr zufrieden sein. Denn den Jörg kann nur die Technik schlagen und gegen einen Andy Marko in Österreich zu verlieren ist keine Schande.
Das nächste Rennen ist der Bergpreis Schotten. Dort bin ich 2013 nur zwei Trainigsläufe gefahren. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich auf der Highspeedstrecke trotzdem vorne mitmischen kann." (01.06.2015)
 
Peter Naumann: "Kein Glück bei der Wetterlotterie in Wolsfeld
Ich war schon gespannt, wie ich mit meinem bärenstarken, frontangetriebenen Polo auf dem engen Kurs in Wolsfeld zurecht kommen würde. Im Training lief es mit der zweitbesten Zeit ganz gut und es zeigte sich, dass Björn Wiebe, Patrick Orth und ich um die Podest Plätze kämpfen können. Ich merkte, dass man in Wolsfeld mit dem Frontantrieb ohne Traktionskontrolle Nachteile hat, weil man drei Mal mit dem ersten Gang aus den Kehren raus beschleunigen muss. Da ich die Elektronik seit letzter Saison fahre und schon ganz gut eingestellt hatte, funktionierte es auf der engen Strecke ganz gut.
Im ersten Rennlauf konnte ich alles ganz gut auf den Punkt bekommen und fuhr mit 1.05.8 min. die Bestzeit in der Klasse E1 bis 2,0l. So schnell war ich in Wolsfeld noch nie gewesen. Patrick war 3 Zehntel langsamer und Björn ca. 1 Sek. Es blieb aber hoch spannend, weil in Wolsfeld schnell 1 Sek gewonnen oder verloren wird.
Als ich bei der Startaufstellung zum zweiten Wertungslauf stand, zogen plötzlich dunkle Wolken am Himmel auf und als die Hälfe der 2,0l Klasse schon im Ziel war, öffnete der Himmel seine Schleuse. Björn und Pisano waren da schon oben und konnten einen optimalen Lauf im trockenen hinlegen. Wir zwölf, die noch unten waren, konnten nur noch die Reifen wechseln und auf nasser Fahrbahn nach oben fahren. Ich konnte noch Schadensbegrenzung betreiben und fuhr mit 3 Sek. Abstand die beste Zeit im Regen. Auf dem Zwischenergebnis war ich jetzt statt Erster nur noch an 6. Stelle.
Für den dritten und letzten Lauf trocknete es komplett ab und jetzt hieß es noch ein bis zwei Plätze gut zu machen. Der führende Björn Wiebe musste in der Startaufstellen seinen Laguna wegen technischer Probleme wegschieben, konnte aber in der nächsten Gruppe nach starten. Mein dritter Lauf fühlte sich eigentlich gar nicht so schlecht an. Ich war aber 1 Sek. langsamer als im ersten Lauf und konnte dadurch nur noch einen Platz gut machen. Als ich als letzter der 2,0l Klasse aus dem Auto stieg begann schon der nächste Schauer. Wiebe musste deshalb seinen Lauf im Nassen wiederholen. Das war ein bisschen ausgleichende Gerechtigkeit, weil er jetzt auch zwei trockene und einen nassen Lauf hatte wie ich. Er war aber auf nasser Strecke 2 Sek. langsamer als ich und fiel vom Ersten auf den 7. Platz zurück.
Mit meinem 4. Platz in der Klassen konnte ich noch Schadensbegrenzung betreiben und meine Konkurrenten um die Meisterschaft hinter mir lassen. Sieger der Wetterlotterie war Egidio Pisano im Golf 1, der mit über 100 kg (das entspricht ca. 1-1,5 sek Vorteil pro Fahrminute) leichter ist als die deutschen Gr. H Fahrzeuge, weil er nach dem FIA E1 Reglement fährt. Er bekommt dadurch zwar keine Punkte für die Berg DM aber es verzerrt die Punktevergabe trotzdem.
Am Freitag geht es dann schon wieder nach St. Anton in Niederösterreich. Das wird ein ganz schweres Rennen mit dem schnellsten Tourenwagen Piloten aus Deutschland und Österreich." (26.05.2015)
 
Peter Naumann: "Erfolgreiches Wochenende in Luxemburg
Am Samstag beim Training auf trockener Piste lief es wie gewohnt sehr zäh in Eschdorf. Ich brauche immer sehr lange, bis ich einen Rhythmus für die langgezogenen Kurven finde.
In der Nacht zum Sonntag regnete es und am Morgen war dann zäher Hochnebel, aus dem feine Tropfen runterkamen. Also den Polo auf Regen-Setup umstellen und die neuen Regenreifen montieren, die ich seit August 2014 mit dabei habe aber seitdem war die Piste immer trocken und ich konnte sie nie testen.
Im ersten Wertungslauf kam ich ganz gut zurecht, obwohl ich mich noch nicht so recht an das Limit der Reifen ran gewagt habe. 4. Platz aber nur mit zwei Zehntel Rückstand zum 2. Platz. Es war also noch alles drin, da in Eschdorf nur der schnellste Lauf gewertet wird. Mir gelang dann ein sehr guter Lauf und ich konnte meine Zeit um 1,1 Sek. steigern und fuhr im zweiten Wertungslauf die Bestzeit in der 2,0l Klasse. Die vor mir liegende Pisanso und Orth waren langsamer. Nur Jörg Weidinger war im ersten Lauf um 0,7 Sek. Schneller und gewann die Klasse.
Mit dem 2. Platz bin ich sehr zufrieden und freue mich schon auf das nächste Rennen in Wolsfeld." (04.05.2015)
 
Peter Naumann: "Letzte Saisonvorbereitungen
Der Polo wurde am Sonntag wieder rennfertig vorbereitet. Der Motor ist nach der langen Winterpause zum Leben erweckt worden und Bernhard hat den Garagenstaub runtergewaschen. Nächsten Samstag geht es zum Funktionstest nach Heilbronn auf den Slalom.
Dann kann Eschdorf kommen!" (14.04.2015)
 
Peter Naumann: "Sportlerehrung des ADAC Gau-Württemberg
Am Samstag den 31. Januar 2015 veranstaltete der ADAC Gau-Württemberg in der Stadthalle Leonberg seine Sportlerehrung für das Jahr 2014. Neben einigen Welt- und Europameister wurden auch einige Bergrennsportler geehrt.
In der Polotreter-Werkstatt geht es diesem Winter ruhiger zu. Zurzeit werden verstärkte Außengelenke der Antriebswellen eingebaut, die in der Saison 2014 des öfteren der Belastung nicht standgehalten hatten. Die KW-Dämpfer wurden zur Firma KW zur Überholung und Überprüfung eingesendet, damit der Polo wieder eine optimal Straßenlage hat.
Die Renntermine des KW Berg-Cup 2015 sind veröffentlicht worden. Vom ersten bis zum letzten Rennen sind es 22 Wochen in denen 13 Rennen stattfinden. Ich finde, für eine Meisterschaft für Privatfahrer sind das eindeutig zu viele Rennen. Ich werde daher aus beruflichen Gründen auf keinen Fall die komplette Meisterschaft bestreiten können.
Ich wünsche euch noch eine entspannte Wintersaison.!" (07.02.2015)