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Saison 2006
 
 
 
 

Peter Naumann Bergsaison 2006

22./23. April 2006  Bergrennen Schleiz -> Klassensieger
29./30. April 2006  Rennsteig Bergrennen -> Klassensieger
  und zweitschnellster Tourenwagen
20./21. Mai 2006  Hill Race Days Nommern -> Klassenzweiter
04./05. Juni 2006  Wolsfelder Bergrennen -> Klassenzweiter
10./11. Juni 2006  Trierer Bergrennen (nicht teilgenommen)
24./25. Juni 2006  Ibergrennen Heiligenstadt -> Klassensieger
15./16. Juli 2006  Homburger Bergrennen -> Klassensieger
29./30. Juli 2006  Hauenstein Bergrennen -> Klassensieger
12./13. Aug. 2006  Osnabrücker Bergrennen -> Klassensieger
26./27. Aug. 2006  Kyffhäuser Bergrennen -> Klassensieger
  und Tourenwagen Gesamtsieg
09./10. Sept. 2006  Bergrennen Unterfranken -> Klassensieger
  und Streckenrekord 1300ccm Klasse
23./24. Sept. 2006  Bergrennen St. Agatha (nicht teilgen.)
07./08. Okt. 2006  Bergrennen Mickhausen -> Klassenzweiter
 
1. Platz KW Berg-Cup Division I
 
2. Platz DMSB Bergpokal Tourenwagen
 
Württembergischer Bergmeister
 
Sieger Württembergischer Bergpokal
 
Peter Naumann 2006: 1. Platz KW Berg-Cup Division I
 

Rückblick - KW Berg-Cup 2006

Familienkutschen und Kleinwagen von einst wurden über Jahre hinweg von Berg-Enthusiasten und Tuningfreaks zu potenten Spezial-Tourenwagen hoch gezüchtet, die auch in 2006 wieder scharenweise die Motorsportfans an zehn ausgewählten KW Berg-Cup 2006 Bergrennstrecken zogen. Im ganzen Bundesgebiet acht Mal, sowie jeweils ein Mal im grenznahen Luxemburg und Österreich, gastierte der Cup. Auch in der 19. Saison seines Bestehens setzte der Gruppe H Berg-Cup erneut Maßstäbe und Akzente. Rund 90 Piloten sammelten, viele unter der Bewerbung „Berg-Cup e.V.“, fleißig Punkte in beiden Divisionen sowie in der KW 8V-Trophy. Im fünften Jahr, also genau seit der hälfte seinen eigenen Bestehens, beteiligt sich der Fahrwerkshersteller KW Automotive, als Hauptsponsor und Namensgeber, am KW Berg-Cup. Vom Alleinunternehmer zum Global Player mit Niederlassungen in den USA, Kanada, Schweiz und England. Mittlerweile beschäftigt das in Fichtenberg bei Heilbronn ansässige Unternehmen weltweit knapp 200 Mitarbeiter. Mitte September feierten die Fahrwerksspezialsten ihr 10 Jähriges Firmenjubiläum, mit den „KW Racing Days“. Logisch, das auch Aktive des Cups mit ihren Renntourenwagen zum gratulieren, die Motoren hochdrehen ließen. Ein Dankeschön richtet der Berg-Cup e.V. auch an die Co-Sponsoren: HERON - der neue Stern am Tuninghimmel, BBS-Technik aus dem Motorsport, Crew Knüttel - Reifen - Servicepartner im Fahrerlager, Ölscheich 24 - Ihr Spezialist rund ums Öl, Reuter Motorsport - BMW - Spezialist für Rennstrecke und Straße und AH Video Concept - Createur d’Images.

Doch nun zum sportlichen Geschehen auf den Bergrennstrecken. Bei insgesamt 9 von 10 Cup - Läufen hieß am Ende der Klassensieger bis 2000 ccm Hubraum, Holger Hovemann. Der KfZ-Meister wurde nur KW Berg-Cup 2006 einmal vom Regen über dem Kyffhäuser Gebirge auf Rang 8 gespült. Schon vor dem Final-Rennen von Mickhausen stand der 37-jährige zum dritten Mal in Folge, als Division II und Gesamtsieger des KW Berg-Cup fest. In Wolsfeld und Osnabrück spiele Hovemann sogar im Konzert der großen E1-Boliden mit und sammelte zudem fleißig Punkte in der Bergmeisterschaft und im DMSB Bergpokal. Erst beim Saisonabschluss in den Augsburger Stauden vermochte Norbert Brenner (Opel Astra DTM) seinen Odenwälder Landsmann von DM - Rang drei zu verdrängen. Mit zwei Berg-Cup Titeln, dem DMSB - Pokal sowie Platz 4 in der Bergmeisterschaft, war Holger Hovemann der erfolgreichste Tourenwagenpilot des Jahres. Dirk Preißer (Opel Kadett C 16V Frank) drei Mal, Christian Auer im grünen BMW zwei mal, sowie die Herren Stefan Glass, Andreas Kokor, Werner Weiss in ihren Ford Escort und Sebastian Schmitt, mit dem von Mathias Pott übernommenen C-Coupé, je einmal, konnten Hovemann auf Rang zwei, nie wirklich unter Druck setzten. Der erst 21-jährige Rhöner Sebastian Schmitt kann man getrost als Newcomer des Jahres 2006 bezeichnen und gilt bei Insidern neben Björn Wiebe im Renault Clio, als größte Nachwuchshoffnung in der „Königsklasse“ und dem Berg-Cup überhaupt. Der angehende Gas-Wasser-Installateur-Meister beeindruckte Zuschauer wie Gegner bei seinen vier Auftritten am Iberg, in seiner Heimat am Hauenstein, sowie auf den Powerpisten von Eichenbühl und Mickhausen mit einer beherzten und schnellen Fahrweise.

Sechs zu Drei endete das Duell der Saison in der Klasse bis 1300 ccm Hubraum, zwischen Peter Naumann und Titelverteidiger Peter Naumann 2006: 1. Platz KW Berg-Cup Division I Klaus Bernert. Berg-Cup Sportleiter Hans Jürgen Glaser im roten Schneider - Polo schnappte sich den Klassensieg in St. Agatha. Dank der „Motorradzylinderkopf - Technik am Sorg - Motor, durfte sich der Schwabe Naumann mit dem Divisions - Gesamtsieg über den bislang größten Erfolg seiner Karriere freuen. Der glückliche und vom Regengott begünstige Tourenwagengesamtsieg beim Kyffhäuser Bergrennen, und auf feuchter Bahn am Rennsteig einen zweiten Tourenwagenplatz hinter Norbert Handa (Lancia Delta E1), war für Naumann das „Tüpfelchen auf dem i“. Einen Überschlag mit seinem blauen VW Polo musste an gleicher Stelle der Moosbrunner Jürgen Gehrig hinnehmen. Bis zum Rennen am Barbarossa-Denkmal, abonnierte Gehrig Platz drei. Zu Beginn des Jahres wechselten die Vertreter der Klasse bis 1,6 Liter zu den 1150er und 1300er Piloten in die Division 1. Ralf Kroll (VW Lehmann Golf 16V), der ab dem Iberg fünf Läufe bestritt und die Saison 2006 als Testjahr verstand, überzeugte bei allen Einsätzen mit extrem schnellen Fahrten dem jeweiligen Klassensieg. Helmut Maier siegte, derweil von Valentin Schneider unter Druck gesetzt, am Rennsteig, in Osnabrück und am Kyffhäuser. Kurt Flatz im blauen Golf verbuchte ein durchwachsenes Jahr mit vielen technischen Problemen und lediglich einem Klassensieg in Wolsfeld.

Die Lebensweisheit „Alles hat ein Ende“ bewahrheitet sich im ersten Rennlauf von Mickhausen. Nach 23 Siegen in Folge verfehlte KW Berg-Cup 2006 der Roßtaler Jürgen Hessberger mit seinem Fiat 127 Sport die Starkurve und musste Robert Bauer im VW Polo den ersten Erfolg in der Klasse bis 1150 ccm überlassen. Der Erbendorfer war bereits im Training zum Kyffhäuser - Bergrennen an Hessberger vorbeigezogen, schied jedoch am Renntag mit gebrochener Antriebswelle aus. In der „kleinen“ KW-8V Trophy war Hessberger jedoch nicht zu schlagen und Platz drei im DMSB Bergpokal ist auch aller Ehren wert. Die Polo - Piloten Bernd Letmade und Armin Ebenhöh aus der 1,3 Liter Klasse, nahmen sich in der Trophy gegenseitig die Punkte ab. Spannung bis zur letzten Minute verbreiteten Joe Nadin und Hans-Peter Eller, genannt Hansi, in der 8V-Sonderwertung der Division II. Ellers Sieg in den Stauden nützte jedoch nicht mehr und der Berufskraftfahrer aus dem Vorarlberg verteidigte seinen 8V-Pokal. Ende 2005 wurde die Division III der FS/E1 Autos ersatzlos gestrichen und in die Division II integriert. So war für Christian Reuter mit seinem BMW M3 V8 die Weiderholung seines Vorjahreserfolges nicht möglich. Der Giessener belegte in der Endabrechnung der Berg DM Rang 5 und war bestplatzierter FS/E1-Verterter im Berg-Cup vor Werner Kieser auf Ford Escort RS 2000. Robert Klaiber, genannt „Speedy Gonzales“, sorgte mit seiner schnellste „Maus“ des KW Berg-Cup, einem Austin Mini, der von KW Berg-Cup 2006 einem Honda Typ R-Triebwerk befeuert wird, für erstaunte Heiterkeit entlang der Rennstrecken und ist alles andere als eine graue Maus. Der Bayer wurde dritter der inoffiziellen FS-Wertung. In der Kategorie über 2000 ccm der Gruppe H fehlte leider etwas die Konkurrenz. Armin Dellkamm im blauen ex-DTM BMW M3 begann die Saison mit einem mehrfachen überschlag und konnte im Verlauf der Saison das Pech von den Stiefeln nicht so recht abschütteln.

von Thomas Bubel am 28. Oktober 2006

TB MSport-Foto