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Saison 2010
 
 
 
 

Peter Naumann Bergsaison 2010

23./24. Mai 2010  Wolsfelder AvD Bergrennen -> 12. Platz
12./13. Juni 2010  Bergrennen Verzegnis (ITA) -> 8. Platz
26./27. Juni 2010  Ibergrennen Heiligenstadt -> 13. Platz
17./18. Juli 2010  Homburg ADAC Bergrennen -> 10. Platz
07./08. Aug. 2010  AvD Hauenstein-Bergrennen -> Klassensieg
28./29. Aug. 2010  Bergrennen Oberhallau (Schweiz) -> Unfall
02./03. Okt. 2010  ADAC Bergrennen Mickhausen -> 11. Platz
 
 

Kommentare zum Saisonverlauf

Peter Naumann: "Gelungener Saisonausklang im Mickhausen!
Mein Karosseriebauer Paolo und Lackierer Sebi Vinci hatten ganz schön zu tun, bis der Polo nach dem Abflug in Oberhallau wieder gerichtet war. Aber sie haben es gut hinbekommen und man sieht so gut wie keine Spuren mehr vom Unfall.
In Mickhausen war das beste Starterfeld am Start. Sage und schreibe 43 Piloten haben in der H 2,0l genannt, darunter auch alle Top Fahrer mit Top Material. Die ersten zwei Trainings gestalteten sich sehr schwierig, weil es wenig Gripp hatte und zeitweise nieselte es leicht. Nach dem Mittag kam dann die Sonne raus und die Strecke wurde viel besser. Es zeigte sich aber bald, dass es mit einer Top-Ten Platzierung sehr schwer werden würde, da mindestens 12 meiner Konkurrenten, die vorne fahren, 280-310 PS haben.
Am Sonntag war dann das Wetter vom Feinsten. Die Sonne lachte vom Himmel und das lockte 20.000 Zuschauer nach Mickhausen - eine tolle Kulisse für uns Fahrer. Den 1. Lauf habe ich gut erwischt - 8er Platz aber einige Kollegen hatten diesen Lauf wohl ein bisschen verschlafen. Im 2. Lauf habe ich mich zwar noch mal um drei Zehntel steigen können, aber Preissner, Rottenberger und Faath sind dann aufgewacht und noch an mir vorbeigezogen.
Der 11. Platz entspricht momentan dem Leistungsniveau von mir und meinem Polo. Deshalb bin ich mit dieser Platzierung auch zufrieden. Es stehen schon viele Aufgaben im Lastenheft für den Winter wie Fahrwerk verbessern und natürlich Motorleistung steigern.
Bedanken möchte ich mich auch noch bei meinem Schrauber Bernhardt und meiner Anne. Ohne die Mithilfe der beiden würde ich diese Saison nicht am Start gestanden haben. Nicht vergessen will ich auch meinen Motorentuner Timo Wolfer, den Alu- Schweisser Roman Liebhard und natürlich den „Ulla“ Kugler von der Firma KW." (04.10.2010)
 
Peter Naumann: "Ich glaube es wäre am besten gewesen, ich wäre am Samstag von Oberhallau einfach im Bett geblieben!
Eigentlich hat das Wochenende schön angefangen. Wir sind schon am Donnerstag nach Oberhallau gefahren und haben unseren Platz im Fahrerlager eingenommen. Bei der ersten Streckenbesichtigung gefiel mir die Strecke eigentlich auf Anhieb. Schöner Wechsel aus schnellen Passagen und engeren Kurven.
Im ersten Trainingslauf ließ ich es ruhig angehen, bis ich im 6. Gang über die Ziellinie kam! Hinter einer Kuppe nach dem Ziel taucht auf einmal ein großer Strohballen auf der Straße auf, der die Fahrer dazu bringen sollte, ihr Fahrzeug schnell abzubremsen. Ich hatte so was nicht erwartet! Während ich voll auf der Bremse stand, musste ich dem Ballen ausweichen und dabei wurde der Polo unstabil und ich drehte mich. Dabei beschädigte ich mir den Frontspoiler. Das war sehr ärgerlich, denn ich bin im ersten Training schon die 5. Zeit in meiner Klasse gefahren.
Zurück im Fahrerlager wurde der Spoiler notdürftig repariert und das Fahrwerk überprüft. War aber noch alles in Ordnung.
Im zweiten Training ließ ich es dann schon flotter angehen und der Polo begeisterte mich bis zur Tarzankurve mit einer wirklich tollen Straßenlage. Nach der Tarzan- kurve kommt ein schneller Knick, der im 6. Gang gefahren wird. Am Ausgang des Knickes brach mir urplötzlich das Heck aus und durch das Gegenlenken kam ich auf den rechten Seitenrand. Ich versuchte noch, den Polo wieder auf die Straße zurück zu bringen aber dann drehte ich mich und schlug auf der linken Straßenseite mit der Beifahrertüre ins Unterholz.
Ich weiß eigentlich gar nicht so recht, warum ich an der Stellen abgeflogen bin. Ich war der Meinung, dass der Knick mit diesem Tempo gut geht und ich bin noch am rätseln, ob es was technisches war oder ein Fahrfehler.
Mir ist nichts passiert aber der Polo hat was abbekommen. Der Schweller, Türe und Dachkante sind eingedrückt und müssen gezogen und dann ausgewechselt werden. Der Polo ist dabei noch recht glimpflich davongekommen, denn das hätte im 6. Gang noch schlimmer werden können. Mein Karosseriebauer und Lackierer Firma Vinci wird das wieder gut hinbekommen.
Mit dem Rennen in Unterfranken wird es nichts werden, aber bis Mickhausen bekommen ich den G60 wieder hin." (01.09.2010)
 
Peter Naumann: "Klassensieg! Gruppensieg! 2. Tourenwagen!
Das hat allerdings nur geklappt, weil es im richtigen Moment zu regnen begonnen hat aber jetzt erst mal der Reihe nach:
Nachdem es beim letzten Rennen in Homburg mit der Straßenlage des Polo schon viel besser gelaufen ist, haben wir die drei Wochen bis zu Bergrennen Hauenstein genutzt, um noch einige Detailarbeiten am Fahrwerk zu machen. Als ich dann im ersten Training den Berg hochgefahren bin merkte ich schon, dass der Polo G60 auf den schnellen Kurven sagenhaft liegt. Nach einigen kleinen Veränderungen ist es immer besser geworden und ich habe immer mehr Vertrauen in den Wagen bekommen. Meine Trainingsbestzeit war dann mit 2.00.06 Min der 7. Platz mitten im erlesenen Kreis der 16V. Eine so gute Performance hatte ich nicht erwartet.
Am Sonntag Morgen sah das Wetter noch ganz gut aus, so dass wir Slicks montiert hatten. Dann gab es in der Gruppe N einen Unfall und die Leitplankenreparatur dauerte über eine Stunde. Dunkle Wolken kamen immer näher und ein kurzer Schauerregen folgte. Also Regenreifen drauf und das KW-Fahrwerk auf nasse Verhältnisse angepasst. Im ersten Rennlauf bekam ich von Kurve zu Kurve immer mehr vertrauen in meinen Polo und habe dann voll angegriffen. Resultat: 3. Platz – WOW! Das hätte ich nicht erwartet. Also habe ich das Regenfahren in den letzten 2 Jahren wohl nicht verlernt. Nur Hovemann und Minichberger waren noch schneller.
Vor dem zweiten Rennlauf war die Strecke, bis auf die Waldpassagen, komplett abgetrocknet. Wir standen alle am Vorstart, als es wieder eine längere Unterbrechung wegen einem Unfall gab. Eine dunkle Wolke stand schon oben am Berg. Ich dachte noch: ‚Hoffentlich hält das Wetter, bis ich oben bin.’ Dann wurde das Rennen wieder freigegeben. Ich hatte einen guten Start. Nach dem ersten Kilometer sah ich die ersten Tropfen auf der Scheibe, bin aber voll auf dem Gas geblieben. Im Wald war es noch feucht, also lieber früher im 6. Gang auf die Kurven anbremsen. Dann die Schikane vor der Zielkurve noch gut genommen und mit 2.00.4 Min durch die Lichtschranke. Das war nicht schlecht für die teilweise feuchten Verhältnisse.
Kurz nach meinem Zieleinlauf begann dann ein heftiger Regenschauer. Das Rennen wurde unterbrochen, weil die Strecke nicht mehr befahrbar war. Als das Schlimmste vorbei war, wurde in der Rennleitung diskutiert, ob das Rennen abgebrochen werden soll. Aber der Regen hörte nach einer Stunde wieder auf und so wurde das Rennen wieder fortgesetzt. Bei komplett nasser Strecke konnten die führenden Hovemann und Minichberger natürlich nicht dieselben Zeiten fahren, wie ich mit den Slicks. Überraschender Weise holte ich so meinen ersten Klassensieg in der starken Gruppe H 2 Liter.
Meinen 1. Klassensieg widme ich dem Roland Hurlebaus, der hinter dem Konzept Polo G60 steht. Er hätte sich riesig darüber gefreut!
Jetzt wird erst mal Urlaub gemacht. Das nächste Rennen fahren ich dann am 28./29. August in Oberhallau in der Schweiz." (09.08.2010)