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Saison 2011
 
 
 
 

Peter Naumann Bergsaison 2011

07./08. Mai 2011  European Hill Race Eschdorf (L) -> 4. Platz
12./13. Juni 2011  Wolsfelder AvD Bergrennen -> 6. Platz
16./17. Juli 2011  Homburg ADAC Bergrennen -> 5. Platz
06./07. Aug. 2011  AvD Hauenstein-Bergrennen -> 3. Platz
13./14. Aug. 2011  Osnabrücker Bergrennen -> ausgefallen
27./28. Aug. 2011  Bergrennen Oberhallau (CH) -> 4. Platz
10./11. Sept. 2011  Bergrennen Unterfranken -> 3. Platz
24./25. Sept. 2011  Bergrennen St. Agatha (A) -> Klassensieg
01./02. Okt. 2011  ADAC Bergrennen Mickhausen -> 5. Platz
 
3. PLatz KW Berg-Cup Division II
 
VW Polo 1.4 G40 Supercharger
 

Kommentare zum Saisonverlauf

 
Peter Naumann: "Grandioses Saisonfinale in Mickhausen
An das Bergrennen 2011 in Mickhausen wird man sich noch lange erinnern. Das beste Starterfeld von ganz Europa war am Start. 10 Formel 3000 und 4 Osella FA30, sowie die besten Tourenwagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dazu passte auch das Traumwetter und eine Kulisse von ca. 25.000 Zuschauern.
Foto: Axel Weichert (www.100octane.de) Wie fast immer reisten wir am Freitag nachmittag an und im Fahrerlager im Ortsteil Münster wartete eine blitzsaubere Doppelgarage auf meinen Polo. Als Nachbar war schon der Norbert Wimmer mit seinen blauen BMW 2002 eingezogen.
In Mickhausen hat der Streckenbelag recht wenig Gripp und im Oktober ist der Asphaltbelag morgens auch recht kühl. Deshalb ließ ich es im ersten Training ruhig angehen. Es ist dann gleich eine 1.00 Min. Zeit rausgekommen, so schnell wie letztes Jahr meine beste Zeit. Ich konnte mich dann beim 2. und 3. Training noch jeweils verbessern, so dass ich an zweiter Stelle hinter Schmitt im Kadett lag. Keine schlechte Ausgangslage, denn mein Ziel war es, Dirk Preisser zu schlagen. Wenn ich das schaffen würde, wäre ich Zweiter in der DIV 2 beim KW Berg-Cup...
Als wir am Sonntag früh aufstanden war es sehr frisch und neblig. Das Rennen konnte erst mit einer Stunde Verspätung beginnen. Am Start waren immer noch die Reste des Morgennebels in der Luft. Als ich im 6. Gang auf die Antoniusbuche zuraste, konnte ich kaum den Anlenkpunkt sehen, hab aber die Kurve ganz gut erwischt. Auch im schnellen Regal S hatte ich wegen der tief stehenden Morgensonne schlechte Sicht. Trotzdem gelang mir eine gute Linie und nahm viel Geschwindigkeit mit in die Schikane. Rausgekommen ist eine 58.7 Min, zweiter Platz hinter Schmitt und ca. 2 Sek. vor Preisser.
Beim zweiten Rennlauf war der Nebel weg und die Sonne kann raus. Auch wieder gut weggekommen und das Regal S gut erwischt. Beim Anbremsen der Schikane wurde dann das Heck instabil und ich rutschte quer auf die Streckenbegrenzung aus Betonelemente zu. Kurz vor dem Einschlag blieb ich stehen - schnell einen Gang rein und über die Ziellinie gefahren. Fluchen sah ich die Zeit auf dem Display: 1.01.7 Min. Durch diesen blöden Fahrfehler hatte ich 3 Sekunden verschenkt. Preisser fuhr 59.00 ich war jetzt 8 Zehntel hinter ihm an 5. Stelle. Das hieß für den dritten und letzten Rennlauf noch mal voll angreifen, vielleicht könnte ich ihn noch abfangen...
Der dritte Lauf ist mir ganz gut gelungen aber im Regal S fehlte mir noch das Selbstvertrauen für eine ganz schnelle Linie, nachdem ich dort 2007 meinen 1300er Polo zerstört hatte. Mit einer 58.2 Min hab ich zwar auf Preisser aufgeholt aber es hat nicht ganz gelangt. Souverän gewann Sebastian Schmitt die Klasse vor Björn Wiebe, Kroll und Preisser. Ich blieb an 5. Stelle.
Mickhausen war trotzdem ein grandioser Saisonabschluss! Auf der letzten Rückführung standen tausende Fans am Steckenrand und jubelten uns Fahrern zu. Da war der Frust über meinen unnötigen Fahrfehler schnell verflogen. Ich bin im KW Berg-Cup jetzt dritter in der DIV 2 geworden. Das übertrifft sowieso bei weitem, was ich für die Saison 2011 erwartet hatte. Auch dass ich den Polo 1.4 Supercharger während der Saison fahrwerkstechnisch so hinbekommen habe, dass ich jetzt eigentlich immer um die ersten drei Plätze kämpfen konnte, hat mich selber überrascht.
Jetzt heißt es im Winter den Polo weiter zu verbessern, denn die Konkurrenz schläft nicht und verbessert ihre Wagen auch. Schmitt hat die Messlatte sehr hoch gehängt auch im Top Speed Bereich. Ich wünsche euch eine gute Zeit in der Bergrennpause. Spätestens ab Januar werde ich immer unruhig und freue mich schon aufs erste Rennen." (03.10.2011)
 
Peter Naumann: "Erster Klassensieg in Sankt Agatha (AUT)
Vorneweg muss ich noch sagen, dass der Veranstalter die Klassen Gr. H und E1 zusammengelegt hat. Deshalb hat ein Tscheche mit einem Lotus in der Klasse gewonnen. Der Lotus ist ein Rohrrahmenauto mit Kunststoff-Karosserie und bestimmt 100 kg leichter als unsere Gr. H Autos.
Wir sind erst am Freitag abend nach St. Agatha losgefahren. Dadurch sparten sich mein Schrauber Bernhard und meine Freundin und "Teampsychologin" Anne einen Tag Urlaub. St. Agatha liegt ca. 40 km hinter Passau. Das heißt, gute sechs Stunden Anfahrt mit dem Gespann. Da das Training am Samstag erst um 13 Uhr beginnt, hatten wir am Vormittag genug Zeit zum Aufbau. Freundlicherweise durften wir die Garage von Franz Weißdorn beziehen. Franz hatte in Unterfranken einen Motorschaden und konnte nicht an den Start gehen. Einer muss ja vom Franz seinem Pech profitieren!
Am Nachmittag ging es dann zum ersten Trainingslauf. Einmal ganz locker hochgefahren und gleich eine 1.24 gefahren. Hoppla, dachte ich - da sind richtig schnelle Zeiten möglich. 2009 waren die schnellsten Zeiten 1.21.7 min. in der 2,0l von Andi Marko im STW A4. Im zweiten Training konnte ich noch 2 Sek. draufpacken und fuhr 1.22 min. Aber ich merkte schon, dass ich im oberen schnellen Streckenabschnitt noch einiges Luft hatte. Aber da die schnellen Kurven die im 5. und 6. Gang zu fahren sind, musste ich mich erst rann tasten.
Am Sonntag früh im Morgengrauen fuhr ich dann nochmal im privatem PKW die Strecke ab und prägte mir die Streckendetails und Kurvenlinien ein. In St. Agatha gibt es am Sonntagvormittag immer noch ein drittes Training. Das ist auch ganz gut gelaufen aber ich wollte ja nicht alle Karten aufdecken und bin noch ein bisschen zurückhaltend gefahren. Den Zeiten nach machten es meine Konkurrenten auch so.
Dann ging es ab 13 Uhr zum Start des ersten Rennlaufes. In St. Agatha darf man die Räder nicht vor dem Start zum anwärmen der Reifen durchdrehen lassen. Das ist für frontangetriebene Autos ein erheblicher Nachteil, da die Hecktriebler uns am Start in den ersten 15 Meter schon 2-3 zehntel Sekunden abnehmen. Die kalten Reifen drehen außerdem noch stärker durch und der Rückstand macht bestimmt 5-6 Zehntel gegenüber den Hecktrieblern aus. Also, am Start mit viel durchdrehenden Rädern losegekommen. Diesen Nachteil muss man auf der Strecke wieder wett machen. Alle Kurven gut erwischt und gut raus beschleunigt. Dann oben im 6. Gang auf den Rechtsknick. Kurz in den 5., gleich wieder voll aufs Gas und schnell den 6. Gang einlegen. Dann noch die letzte Kurve und mit 200 km/h durchs Ziel. Die Zeit auf dem Display 1.20,9 min. Wow, das hätte ich nicht erwartet! Jetzt war ich gespannt, was meine Kollegen fahren. Eller im Scirocco 1.21.3, Schmitt im Kadett 1.21.2, Marko im STW A4 1.21.0. Nur Preisser im Kadett war mit 1.20.8 eine halbe Zehntel schneller.
Bei diesen Zeitabständen war für den zweiten Rennlauf noch alles drin. Erster werden oder Fünfter? Also, noch mal volle Konzentration. Wieder die Kurven klasse erwischt und der Kompressor-Motor von meinen Tuner Timo Wolfer lief auch wie ein Uhrwerk. Durchs Ziel mit 1.21.1 min. Trotz optimaler Fahrt war ich zwei Zehntel langsamer geworden. Ich dachte, die Strecke ist wohl ein bisschen langsamer geworden und war gespannt, ob meine Konkurrenten noch zulegen können. Dann kam Schmitt durchs Ziel. Zwar im zweiten Lauf ein bisschen schneller als ich, aber insgesamt zwei zehntel langsamer. Dann der Führende Preisser mit 1.21.47. Drei Zehntel langsamer als ich. Jetzt liege ich zwei Zehntel vorne. Dann das warten auf Eller. Er bekommt im unteren Streckenabschnitt die Rote Flagge, weil Wimmer mit technischem Defekt ausfällt. Eller bekommt eine Startwiederholung. Ein enormer Vorteil, weil seine Reifen beim Start nun schon warm sind. Seine Zeit im Ziel 1.20.643. Scheiße, dachte ich - der Sieg ist weg. Eller und ich haben dann beim Zeitnahmewagen die ausgehängten Zeiten im Kopf nachgerechnet aber irgendwie ist jeder auf ein anderes Ergebnis gekommen. Der Wolfgang Glas hat dann mit dem Taschenrechner nachgerechnet und tatsächlich liege ich noch mit 12 Tausendstel vorne. In der Zwischenzeit ist auch Marko im Ziel. Mit 1.20.99 auch nur mit 28 Tausendstel Rückstand auf dem 3. Platz. Das ist echter Wahnsinn! So ein knappes Ergebnis habe ich noch nie erlebt.
Ich bin eigentlich gar nicht an den Start gefahren, um die Klasse zu gewinnen. Mein Ziel war nur eine gute Platzierung für die Gesamtwertung des KW Bergcup rauszufahren. Wahrscheinlich bin ich deshalb so locker gefahren und mit viel Tausendstel Glück hat es dann zum ersten Klassensieg gereicht.
Jetzt geht es schon am nächsten Wochenende mit viel Motivation zum Saisonfinale nach Mickhausen. Das Wetter soll genauso schön werden wie in St. Agatha. Dann werden wieder bis zu 20.000 Zuschauer erwarten. Ich werde es einfach nur genießen - und locker bleiben." (26.09.2011)
 
Peter Naumann: "Der Polo 1.4 G40 Supercharger wird immer schneller
Hochmotiviert bin ich am Freitag nach Eichenbühl im Odenwald angereist. Während die anderen Fahrer eine Woche zuvor beim Bergrennen Glasbach gefahren sind, musste ich in meiner Firma arbeiten und konnte nur die Livezeiten im Internet verfolgen.
Am Samstag früh im ersten Training war die Strecke noch sehr rutschig und man konnte noch keine Fahrwerkseinstellungen vornehmen. Ich stellte aber fest, dass die Getriebeübersetzung passte. Für Eichenbühl muss die Getriebeübersetzung verlängert werden. In der Gr. H 2,0l liegt der Topspeed auf der langen Geraden zur Zielkurve bei ca. 205 - 210 km/h. Bei den anderen Bergrennen langen normalerweise 195 km/h. Im zweiten Training kam es wegen Unfall und Leitplankenreparatur zu langen Unterbrechungen. Wir mussten lange Zeit bei brütender Hitze im Vorstartbereich warten. Ich konnte meine Zeit leicht verbessern und lag in der Klasse an 5. Stelle. Ein dritter Trainingslauf konnte wegen der langen Pausen nicht mehr durchgeführt werden.
Am Sonntag früh im Morgengrauen fuhr ich die Strecke dann noch mal im privaten PKW ab. Besonders um mir die schnellen Kurven Posten 11 und Hondakurve anzuschauen. Auch in der Zielkurve studierte ich eine neue Linie, um die Power des Polo richtig auf die Straße zu bekommen.
Im ersten Rennlauf ging ich dann voll konzentriert an den Start. Das Geschlängel nach dem Start und ganz sauber die Linie getroffen. Weiter auf die erste Gerade bis in den 6. Gang rausbeschleunigt. Bei Posten 11 ein schneller Linksknick, ganz kurz auf die Bremse und in den 5. Gang durch die Kurve bis zum anbremsen der Klinge. Nach der Klinge wieder bis in den 6. Gang hoch zur Hondakurve. Auch wieder kurz die Bremse antippen und in den 5. Gang. Dann voll durch die Kurve und gleich danach wieder in den 6. Gang. Jetzt heißt es voll auf dem Stempel zu bleiben und die Bäume rauschen bei über 200 km/h an einen vorbei. Dann rechtzeitig die Zielkurve anbremsen und im 3. Gang bis zur Ziellinie raus beschleunigen. Rausgekommen ist eine 1.24.1 Min. 1,5 Sek schneller als im Training, das hat gepasst! Sebastian Schmitt im C-Kadett war 8 Zehntel langsamer. Dann kamen Rottenberger im STW BMW und Minichberger im Scirocco ins Ziel. Beide mit 1.23.2 Min, also rund eine Sekunde schneller.
Im zweiten Lauf hieß es dann nochmal voll angreifen. Ich hab in den beiden schnellen Kurven noch eine Schippe draufgelegt und die Zielkurve hat optimal gepasst. Bei 1.23.7 ist die Uhr stehengeblieben. Minichberger fuhr wieder eine niedrige 1.23er Zeit und Rottenberger eine 1.23.9. Zu Sebastian Schmitt hatte ich ca. 8 Zehntel Vorsprung und lag, wie im ersten Lauf, auf dem 3. Platz. Jetzt heißt es nochmal sauber hochzukommen und der zweite Podestplatz dieser Saison wäre gesichert. Nun könnte nur noch ein Gewitterschauer die Platzierungen noch mal durcheinander bringen. Aber das Wetter hielt trotz dunkler Wolken am Himmel und die Strecke blieb trocken.
Im dritten Rennlauf gab es keine Veränderungen mehr und so war mein 3. Platz beim Bergrennen Eichenbühl mit der freudigen Erkenntnis gesichert, dass mein Abstand zu den Topzeiten auf eine halbe Sekunde pro Lauf geschrumpft war. Am Anfang der Saison waren es noch 1,5 Sekunden.
In zwei Wochen geht es nach St. Agatha in Österreich. Wieder eine schwierige und sehr schnelle Strecke. Und dass ich dort schon 5 Jahre nicht mehr gefahren bin, macht die Aufgabe auch nicht leichter." (12.09.2011)
 
Peter Naumann: "Erfolgreicher Ausflug in die Schweiz
Mit gemischten Gefühlen bin ich am Freitag nach Oberhallau in der Schweiz angereist. Einerseits hatte mir die Strecke letztes Jahr auf Anhieb gut gefallen, andererseits legte ich den Polo im 6. Gang in die Botanik und der verbogene Polo musste wieder gerichtet werden. So fuhr ich bei 35 Grad über die Grenze und war froh, dass mir der Franz Weißdorn einen schattigen Fahrerlagerplatz unter einem großem Baum reserviert hat.
Am Trainings Samstag hatten wir schwierige Wetterbedingungen. Erst mal war die Strecke halb trocken und im zweiten Training war sie ganz nass. Kurz vor dem dritten Lauf kam die Sonne raus und die Strecke trocknete in ganz kurzer Zeit ab. Schnell die Slick montieren, denn am Sonntag sollte trockenes Wetter kommen und ich war froh, dass wir noch mal mit Slick testen konnten. Der Lauf hat richtig Spaß gemacht! Die schnellen Kurven hinauf bis zur Tarzankurve, dann bis in den 6. Gang beschleunigen. An der Baumpassage wegen dem Unfall letztes Jahr ein bisschen vorsichtig und dann noch zwei Kehren bis zum Ziel. Klasse Stecke!
Am Sonntag kam dann die Sonne raus und im Startbereich gab es ein bisschen Nebel, der aber bis zum Rennbeginn verschwunden war. Es war nur 12 Grad warm, da wird der Kompressor genug Sauerstoff zum Motor schaufeln. Am Start gut weggekommen, die Startkurve voll gefahren und die Kurven bis zur Tarzan hochgeflogen. Die Strecke hatte noch nicht so viel Gripp aber ich bin fast fehlerfrei ins Ziel gekommen. Meine Zeit: 1.25.9 min. Nur Sebastian Schmitt mit dem C-Kadett war mit 1.24.8 schneller. Hansi Eller im Scirocco hatte technische Probleme und auch die anderen konnten keine schnelleren Zeiten fahren.
Im zweiten Rennlauf konnte ich meine schnelle Zeit wiederholen. Schmitt konnte sich noch leicht verbessern. Ich wartete darauf, dass die schnellen Leute, wie Preissner, Rottenberger und Hovemann jetzt angreifen aber Fehlanzeige. Nur Eller legte eine 1.25.8 vor. Vorerst war ich an zweiter Stelle aber in Oberhallau werden nur die besten zwei Zeiten von drei Läufen gewertet. Deshalb kann im dritten Rennlauf noch einiges passieren. Nur Schmitt hatte den Sieg schon in der Tasche.
Also im dritten Wertungslauf noch mal voll angreifen. Im unteren Strecken- abschnitt bin ich klasse durchgekommen aber in der letzten Rechtskehre bin ich beim rausbeschleunigen zu weit rausgekommen und musste kurz vom Gas. Dann in der Zielkurve zu spät gebremst, deshalb konnte ich erst später aufs Gas zum rausbeschleunigen. Keine große Fehler aber halt nicht perfekt. Im Ziel dann 1.26.0 min. Ob das reicht fürs Siegertreppchen? Eller kam dann mit 1.25.2 min. und verdrängt mich auf den dritten Platz - das hatte ich erwartet. Preissner und Rottenberger konnten nicht mehr zulegen. Dann kam Hovemann mit 1.25,7 min und so schob er mich noch im letzten Moment auf den 4. Platz. Schade, denn ohne die kleinen Fehler wäre es mit Holger ganz eng geworden. Aber ein 4. Platz ist bei der Konkurrenz auch ein gutes Ergebnis.
Ich freue mich schon auf die ultraschnelle Strecke in Eichenbühl. Da kann ich den Power meines Polo richtig einsetzten und zum Fahrwerk bekomme ich auch immer mehr Vertrauen. Am neuen Glasbach Bergrennen kann ich aus zeitlichen Gründen leider nicht teilnehmen." (29.08.2011)
 
Peter Naumann: "In Osnabrück - außer Spesen nichts gewesen
Am Freitag reisten wir den langen Weg nach Borgloh in der Nähe von Osnabrück an. Zum Glück hatte der Franz Weißdorn uns einen Platz im geräumigen Bauernhof reserviert.
Am Samstag war es trocken und wir konnten das erste Training mit Slicks beginnen. Der Polo fühlte sich beim Gasgeben komisch an. Zurück im Fahrerlager habe ich festgestellt, dass der Drosselklappenpoti defekt ist. Nach Rücksprache mit meinem Motronikspizialisten Bruce Henni konnten wir das Problem behelfsmäßig lösen, so dass ich das Training fahren konnte. Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten, mich auf die Strecke einzuschießen, da ich ja schon drei Jahre nicht mehr hier gefahren bin. Im vierten Training klappte es dann ganz gut - 7. Platz in der 2.0 l Klasse. Nach dem Training bekam ich von meinem Konkurrenten Holger Hovemann noch einen neuen Drosselklappenpoti. Den habe ich einbebaut und kalibriert. Der Motor lief wieder astrein.
Am Renntag begann es eine Stunde vor dem Rennen zu regnen und hörte den ganzen Sonntag nicht wieder auf. Ich dachte: "Nicht schlecht, am Hauenstein ist es im Regen ja auch klasse gelaufen." Die Regenreifen montiert und vor zum Start. Kurz vor dem Start, beim durchdrehen der Räder, lief der Motor schon nicht sauber. Ich dachte schon: "Ob der neue Poti nicht sauber arbeitet?" Am Start kam ich ganz gut weg aber im dritten Gang begann der Motor auf drei Zylinder zu laufen und ging dann ganz aus. Ich begann im Auto laut zu Fluchen, aber bringt ja alles nichts. Osnabrück wird mein erstes Streichergebnis in diesem Jahr. Der erste technische Ausfall, seit ich den Polo G40 aufgebaut habe.
Am Montag hat mein Motorentuner den Zylinderkopf abgebaut und den Schaden festgestellt. Es ist ein Folgeschaden vom Wasserverlust am Hauenstein, der Zylinderkopf hat was abgekommen und muss geschweißt werden. Das nächste Rennen ist zum Glück erst in zwei Wochen in Oberhallau. Bis dahin müsste der Polo wieder fit sein." (15.08.2011)
 
Peter Naumann: "Bisher bestes Rennergebnis der Saison am Hauenstein
Wir reisten am Freitagabend zum Bergrennen Hauenstein an und quartierten uns, wie jedes Jahr, bei Detlev in seiner schönen Garage ein. Ich war schon gespannt, welche Zeiten ich mit meinen Polo 1.4 G40 Supercharger fahren kann. Einerseits haben wir seit letztem Jahr an Leistung zugelegt aber zu den Topmotoren fehlen uns noch 20-30 PS.
Beim Training war schönes Wetter und ich konnte auch ganz gute Zeiten fahren. Nach dem zweiten Lauf war ich siebter in der Klasse. Im dritten Trainingslauf hatte mein Motor kurz vor dem Ziel plötzlich Aussetzer und die Wassertemperatur stieg über 100 Grad. Ich stellte den Motor ab und rollte zurück ins Fahrerlager. Wir fanden heraus, dass ein Wasserschlauch heruntergerutscht und Wasser über Stecker der Motorelektronik gelaufen war. Nachdem wir das Wasser aufgefüllt und die Stecker trockengelegt hatten, lief der Polo wieder ganz problemlos. Prima, dass mein Tuner STR Motorsport mir so einen robusten Motor zusammengebaut hat.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag begann es zu regnen und die Strecke war zum ersten Rennlauf komplett nass. Schnell das KW-Fahrwerk auf nasse Verhältnisse umgestellt und vor zum Start. Ich bin am Start gut weggekommen und merkte schon in den ersten zwei Kurven, dass mein Polo ganz fantastisch auf der Straße lag. Dann habe ich jede Kurve voll angegriffen. Rausgekommen ist eine 2.05.5 - Klassenbestzeit - ich lag an erster Stelle! Eine halbe Sekunde dahinter lag Minichberger und zu Preissner hatte ich einen Abstand von rund 2 Sekunden. Hovemann ist mit einer defekten Zylinderkopfdichtung ausgefallen.
Nach dem ersten Lauf kam die Sonne raus und die Strecke trocknete schnell ab. Also am Fahrwerk wieder das Tocken-Setup eingestellt. Der zweite Lauf ist mir ganz gut gelungen. Eine 1.57.6, rund 2 Sekunden schneller als im Training aber Minichberger legte eine 1.54 vor und überholte mich.
Im dritten Rennlauf konnte ich mich auf eine 1.57.2 verbessern, mehr war mit meinem Polo nicht drin. Der Rottenberger auf BMW 320STW legte eine 1.54 hin und verdrängte mich auf den dritten Platz. Dass mich Minichberger und Rottenberger bei trockener Piste noch abfangen würden war mir klar aber dass ich aber noch den 3. Platz vor Dirk Preisner halten konnte, freut mich sehr.
In den nächsten 5 Wochen gibt es 4 Bergrennen. Das heißt, man darf sich keinen Fahrfehler erlauben und das Material muss halten. Sonst kann man ein gutes Ergebnis im KW-Bergcup abschreiben! Nächstes Wochenende geht es schon zum Bergrennen Osnabrück." (08.08.2011)
 
Peter Naumann: "Erst kam der Regen – dann der Rennabbruch
Das Bergrennen Homburg gehört zu meinen Lieblingsstrecken im Rennkalender. Deshalb bin ich auch am Freitag nachmittag in bester Stimmung angereist und habe im Fahrerlager mein Zelt aufgeschlagen.
Am Trainingssamstag war bestes Wetter. Ich bin ganz gut mit der Strecke zurechtgekommen und konnte meine Zeiten in den drei Trainingsläufen jeweils leicht verbessern. Am Ende war ich an 6. Stelle. Der Wetterbericht sagte aber einen regnerischen Renntag voraus, und wenn die Strecke nass ist, werden die Karten neu gemischt...
Der Wetterbericht sollte Recht behalten. Schon in der Nacht begann es zu regnen - mal stärker, mal schwächer. Also, das KW competition Fahrwerk auf Regen-Setup umstellen und die Regenreifen drauf. Jetzt heißt es gleich im ersten Wertungslauf voll fahren, ohne zuvor mit Regenreifen die Strecke trainiert zu haben. Die ersten drei bis vier Kurven habe ich gebraucht, bis ich mich auf die nasse Fahrbahn eingeschossen hatte. Danach ging es immer besser. Platz 4 und bestes frontangetriebene Auto in der Klasse.
Im zweiten Lauf war die Strecke immer noch nass. Am Start bin ich nicht so gut weggekommen und hatte dann in ein paar Kurven ein Untersteuern. Einen Platz verloren, jetzt Fünfter.
Für den dritten und letzten Rennlauf bauten wir dann nochmal das Fahrwerk um und änderten auch was am Motor, weil ich mit meiner Topspeed nicht zufrieden war. Es hatte aufgehört zu Regnen und die Strecke trocknete im oberen Teil schon leicht ab. Wir nahmen also unsere Slicks zum Vorstart mit. Im dritten Lauf gab es sehr viele Unterbrechungen mit leichteren Unfällen, so dass sich der Start immer weiter hinauszog und die Strecke trocknete immer weiter ab. Ich entschied mich, mit Slicks zu fahren und auf Risiko zu setzen. Den 4. Platz wollte ich mir wieder zurückschnappen. Dann wurde in unserer Klasse gestartet aber es gab schon wieder eine Unterbrechung. Bea Flick hatte gleich am Brückchen einen Unfall. Sie rutschte in die Reifen und prallte gegen einen Baum. Zum Glück hatte Sie aber keine schlimmeren Verletzungen, nur ihr Megan ist ganz schön in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Bergung des Autos dauerte eine ganze Weile und die Rennleitung entschloss sich, den dritten Rennlauf abzubrechen. Wahrscheinlich hätte er aus Zeitgründen gar nicht mehr zu Ende gefahren werden können.
Mich ärgert der Abbruch natürlich ein bisschen, denn ich hätte gerne noch meine Änderungen am Fahrzeug getestet. Dann wäre ich mit den Abstimmarbeiten am Fahrwerk wieder ein Stück weiter gekommen. Aber was soll’s. Der Rennleiter hat es so entschieden und ein 5. Platz ist bei der starken Konkurrenz ein gutes Ergebnis.
Jetzt geht es in drei Wochen an die Powerstrecke Hauenstein auf der ich letztes Jahr mit viel Wetterglück gewinnen konnte." (18.07.2011)
 
Peter Naumann: "Schlechter Anfang - Gutes Ende
Mit ein bisschen gemischten Gefühlen bin ich nach Wolsfeld angereist. Einerseits bin ich schon immer ganz gut mit der Strecke zurechtgekommen, andererseits fürchtete ich mich von der Power meines 280 PS starken Kompressor Polo auf der engen Strecke.
Am Trainingstag war das Wetter schön und trocken aber ich hatte doch Probleme, das Potenzial meines Polo auf der Strecke umzusetzen. Im dritten Training ging es dann nach einer Fahrwerksumstellung ganz gut. Ich fuhr die engen Kehren alle im zweiten Gang anstelle dem Ersten. Mein Motor hatte genug Power in den unteren Drehzahlen, so dass ich ohne durchdrehende Räder heraus beschleunigen konnte.
In der Nacht zum Rennen begann es dann zu regnen und hörte erst gegen 8.00 Uhr wieder auf. Als die ersten Rennläufe begannen, fing die Strecke an abzutrocknen. Ich war unentschlossen, ob ich Regenreifen oder Slick montieren sollte. In der Startgruppe vor mir waren die Slickbereiften noch langsamer als die Regenbereiften.
Gleich nach dem Start wusste ich dann, dass Regenreifen die falsche Entscheidung gewesen ist. Die Strecke war in der letzten viertel Stunde fast ganz abgetrocknet und mit den Regenreifen ging nichts vorwärts. Im Ziel dann mit 1.13,9 Min auf Platz 13. Mit Slicks wäre eine Zeit von 1.10 Min möglich gewesen. ‚Das war’s wohl mit einer Top Ten Platzierung!’ dachte ich. ‚Bei den engen Zeitabständen in der H 2,0l wird es sehr schwer werden, noch ein paar Plätze gut zu machen.’
Mit einen dicken Hals und den richtigen Reifen gings dann zum zweiten Rennlauf. Am Start gut weggekommen und die kniffligen Stellen gut gemeistert. Im Ziel hatte ich dann 1.07,0. WOW - so schnell war ich in Wolsfeld noch nie gewesen! Die viertbeste Zeit in diesem Lauf! Was wäre wohl mit den richtigen Reifen im ersten Lauf möglich gewesen? Doch Wenn und Aber gibt es im Rennsport nicht. Jetzt heißt es, noch das beste draus machen. Immerhin schon auf Platz 10 vorgerückt.
Im dritten Lauf auch eine 7er Zeit gefahren und im vierten Rennlauf konnte ich sogar mit einer 1.06.8 noch ganz knapp den Thomas Flik im Clio schlagen, der das ganze Wochenende sehr gut gefahren ist. Damit bin ich letztendlich noch auf Platz 6 vorgestoßen!
Damit kann ich auch sehr zufrieden sein und die guten Zeiten machen mir Mut für das nächste Rennen im Homburg. Diese kurvenreiche und selektive Rennstrecke bin ich schon immer gerne gefahren." (14.06.2011)