Zurück zur Startseite
Saison 2012
Polotreter auf Facebook
 
 
 

Peter Naumann Bergsaison 2012

05./06. Mai 2012  European Hill Race Eschdorf (L) -> 13. Platz
27./28. Mai 2012  Wolsfelder AvD Bergrennen -> 7. Platz
30.6/01. Juli 2012  Ibergrennen Heiligenstadt -> 4. Platz
14./15. Juli 2012  Homburg ADAC Bergrennen -> 6. Platz
28./29. Juli 2012  ADAC Glasbach-Bergrennen -> 1. Platz
18./19. Aug. 2012  AvD Hauenstein-Bergrennen
25./26. Aug. 2012  ACS Bergrennen Oberhallau (CH) -> 4. Platz
08./09. Sept. 2012  AvD Bergrennen Unterfranken -> 3. Platz
22./23. Sept. 2012  Bergrennen St. Agatha (A) -> 4. Platz
06./07. Okt. 2012  ADAC Bergrennen Mickhausen -> 1. Platz
 
4. PLatz KW Berg-Cup Division II
 
VW Polo 1.4 G40 Supercharger
 

Kommentare zum Saisonverlauf

Peter Naumann: "Rutschiges Finale in Mickhausen
Am sonnigen Freitag fuhren wir nach Münster, dem Ortsteil von Mickhausen. Dort wartete im Fahrerlager eine schöne Garage auf meinen Polo. Deshalb war der Aufbau von Wohnmobil und Werkzeug auch schnell erledigt.
Für das letzte Rennen im KW Bergcup der Saison wechselte ich von der Gr. H in die Gr. FS. Einmal im Jahr darf man die Klasse innerhalb der Division wechseln und die Punkte mitnehmen. Andere Fahrer wechselten dieses Jahr in die Gr. FS und konnten dort ohne viel gleichwertige Gegner immer maximal Punkten und wir in der starken H2,0l nahmen uns gegenseitig die Punkte weg. Es war meine einzige Chance noch den 3. Platz in der DIV. 2 zu erreichen, wenn ich die anderen Fahrer in der FS unter Druck setze und dort dann Fehler passieren.
Am Samstag begann das Training auf kühlem und im Wald noch teilweise feuchtem Asphalt. Es einmal hoch rollen und ein Gefühl für die Kurven bekommen. Im zweiten und dritten Training war der Gripp besser. Ich konnte mit meiner Zeit unter einer Minute bleiben und hatte rund 2 Sekunden Vorsprung zu Rainer Schönborn auf dem 2. Platz. Das Training sollte uns jedoch nicht sehr viel bringen, da für den Sonntag Regenwetter angesagt wurde.
Und so kam es auch. Regentropfen trommelten schon morgens auf das Wohnmobildach als ich die Augen aufmachte und das sollte sich fast den ganzen Tag auch nicht ändern. Also den Polo 1,4 Supercharger auf Regen-Setup umstellen, die KW-Dämpfer weichen machen und die Regenreifen montieren. Kurz vor dem Start begann es wieder stärker zu regnen. Aber was soll's - für meine Gegner ist es ja auch nicht anders. Das schwierige ist, dass man jetzt für den ersten Rennlauf gleich möglichst nahe an das Limit kommen muss. Wenn man zu wenig riskiert ist man zu langsam und wer zu viel riskiert schmeißt das Auto in den Wald.
Am Start mit viel wheel spin schlecht weggekommen und auch in der Startkurve haben beim Beschleunigen im 3. Gang die Räder noch durchgedreht. In Karussell und Waldkurve war der Gripp sehr schlecht, denn überall lag Laub auf den nassen Fahrbahn. Wenn ich ein bisschen aufs Gas ging hatte ich schon Untersteuern. Dann mit 170 km/h auf Regal-S zu und vorsichtig gelenkt. Dann wieder auf Gas, jetzt noch die Schikane und ab durch die Lichtschranke. Es war eine sehr unruhige Fahrt und ich war nicht besonders zufrieden. Im Ziel schaute ich mir die Zeiten an und stellte fest, dass der Vorarlberger Christoph Lampert eine sauschnelle Zeit vorgelegt hatte und mit 0,9 Sek vor mir auf dem 1. Platz lag. Ich dachte mir: 'OK, der Tag ist noch lang und ich hab ja noch ein paar Läufe um den Rückstand aufzuholen.'
Daraus sollte aber nichts werden, denn im zweiten Rennlauf gab es eine Unterbrechung nach der anderen auf dem schlüpfrigen Geläuf. Erst einen Abflug bei den NSU, dann zwei bei der H1,3l , dann schmeißt der Paulitsch seinen Scirocco in die Leitplanken und verliert seinen sicher geglaubte DIV 1 Sieg und dann noch ein paar Unterbrechungen in der H 2,0l. So vergingen die Stunden, so dass ich meinen zweiten Lauf erst gegen 15.00 Uhr fahren konnte. Ich war hin und her gerissen. Soll ich bei den schwierigen Bedingungen alles riskieren und auf Sieg oder lieber auf Sicherheit fahren? Vor mir fuhren der Hovemann eine 1.07.5 Sek und der Weidinger eine 1.06.6 Sek. So schlecht konnte die Stecke ja nicht sein. Ich entschied mich für Angriff.
Am Start jetzt besser weggekommen und auch beim Beschleunigen zur Antoniusbuche nicht so viel durchdrehende Räder. Es hatte inzwischen aufgehört zu regnen und es stand nicht mehr so viel Wasser auf dem Asphalt. Im Geschlängel war immer noch nicht viel Gripp aber mit viel Gefühl gut durch gekommen. Im Regal-S hatte ich im ersten Lauf noch Luft. Jetzt mit mehr Speed durch und nochmal Vollgas bis zur Schikane, dann anbremsen und knapp an den Betonplanken zur Lichtschranke. Die Zeit: 1.07.5 „ Nicht schlecht“ dachte ich, aber ob das reicht? Der Lampert fuhr eine 1.08.6, also 1,1 Sek langsamer. Es hat für den Sieg gereicht! Aber ich hab nochmal alles geben müssen.
In der Endabrechnung des KW Bergcup stehe ich in der Gesamtwertung und DIV. 2 auf dem 4. Platz mit 1,5 Punkte Rückstand auf den drittplatzierten Rainer Schönborn. Er konnte seinen Stockerl-Platz mit dem 5. Platz in Mickhausen gerade noch retten. Gesamtsieger wurde Basti Schmitt auf C-Kadett 16V und Vizemeister das Team Eller/Minichberger auf Scirocco. Herzlichen Glückwunsch den drei Siegern.
Ob ich nächste Saison auch weiterhin in der Gruppe FS bestreiten will werde ich mir über den Winter überlegen. Ich wünsche der Bergrenngemeinde und den Fans eine schöne rennfreie Wintersaison. Wenns was neues gibt werde ich mich melden." (10.10.2012)
 
Peter Naumann: "Die STW-Meute war schneller
Da in St. Agatha das Training Samstag nachmittags beginnt, sind wir erst am Freitag um 15 Uhr zur 470 km langen Anreise noch Österreich losgefahren. Am Samstag morgen konnten wir dann in eine Garage einziehen, die und der Franz Weißdorn besorgt hatte.
Morgens regnete es leicht und die Strecke war noch nicht ganz abgetrocknet, als wir mit Slick das erste Training fuhren. Ich hab die schnellen Kurven noch ein bisschen vorsichtig angegangen und hoffte darauf, dass die Strecke für das zweite Training dann ganz trocken ist. Das Wetter spielte aber nicht mit und es begann wieder zu regnen. Also KW-Dämpfer auf nasse Verhältnisse einstellen. Der Gripp war im Nassen ganz gut aber diese Erkenntnis sollte mir nicht viel bringen, da es am Sonntag trockenes Wetter geben sollte.
Am Sonntag früh gab es dann noch ein drittes Training bei trockenen aber kühlen Bedingungen. Ich konnte mich auf eine 1.23 min steigen aber das reicht nur für den 6. Platz in der Klasse obwohl der Topfavorit Basti Schmitt mit einen gerissenen Krümmer ausgefallen ist (konnte wieder repariert werden). Ich war mit meiner Fahrt nicht zufrieden, denn mir fehlten über zwei Sekunden auf meine Bestzeit vom letzten Jahr. Durch das verregnete Training im Samstag konnte ich kein Vertrauen für die schnellen Kurven in St. Agatha aufbauen. Als ich die Daten vom letzten Jahr mit den aktuellen verglichen habe musste ich feststellen, dass ich in jeder Kurve zu langsam war.
Für den 1. Rennlauf war dann volle Konzentration angesagt. Ich weiß ja, dass mein Polo 1.4 Supercharger die Zeiten fahren kann. Ich muss es aber auch umsetzten! Vor der Startlinie noch kurz dir Reifen durchdrehen lassen, damit sie wärmer sind und mehr Traktion bieten. Dann am Start gut weggekommen und zur ersten langgezogenen Linkskurve hoch beschleunigen. Ich weiß, dass die Kurve voll geht aber der recht Fuß zuckt immer noch ein bisschen. Die Links am Bauernhaus im 5. Gang fast voll gefahren und im 6. Gang an der Steinmauer entlang. Dann anbremsen und im 3. um die Rechtskehre. Wieder bis in den 5. Gang beschleunigen und dann anbremsen und durch das Geschlängel. Im 6. Gang die Gerade bis zu schnellen Mutkurve. Die Rechts fahre ich mit ca. 160 km/h im 5. Gang und dann wieder in den 6. und mit Vollgas und über 190 über die Ziellinie. Das Display zeigt eine 1.20,7! Wow das hätte ich nicht gedacht, noch 2 Zehntel schneller als letztes Jahr. Weidinger, Schmitt und Marko liegen vor mir. Ich liege zwei Zehntel vor Hansi Eller an 4. Stelle.
Für den 2. Rennlauf heißt es jetzt den 4. Platz vor Eller verteidigen, denn zum 3. Platz habe ich bereits sieben Zehntel Rückstand. Aus eigener Kraft kann ich den 3. Platz wohl nicht erreichen. Der Lauf ist mir auch gut gelungen, zwar nicht ganz perfekt aber auch keine nennenswerte Patzer drin. Eine 1.20.8 min ist rausgekommen. Eller konnte sich auch nicht steigern und so wurde es der 4. Platz in der 2,0l Klasse. Gewonnen hat Berg-Europameister Jörg Weidinger auf dem Rotterberger STW BMW320, 2. Basti Schmitt und 3. Andy Marko auf STW Audi A4.
Damit hat der Basti Schmitt mit seinen Kadett C-Coupe der KW Bercup 2012 gewonnen. Herzlichen Glückwunsch vom Team Naumann! Wer am Ende vorne steht hat verdient gewonnen. Wenn ich in Mickhausen nochmal gut Punkten kann ist noch der 4. Platz in der DIV 2 möglich. Eine bessere Platzierung liegt dieses Jahr leider wegen der technischen Defekte und meinen Patzer in Eschdorf nicht mehr drin. Es sei denn das Team Schönborn macht im letzten Bergrennen noch einen Fehler.
Noch eine positive Nachricht von Jürgen Seitz (Unfall in Unterfranken). Letzten Freitag wurde er von den Ärzten aus dem künstlichen Koma geholt. Er war ansprechbar und er konnte auch auf Fragen antworten. Er hat aber noch einen langen Weg vor sich um wieder gesund zu werden. Von meiner Seite aus wünsche ich dem Jürgen gute Besserung, wir drücken Dir die Daumen." (26.09.2012)
 
Peter Naumann: "Ein dritter Platz über den man sich nicht so recht freuen kann
Einem tollen Bergrenn-Wochenende stand eigentlich nichts im Wege. Schönes Wetter war angekündigt, ein schönes Fahrerlager in Eichenbühl wartete auf uns und unsere Freunde Maren, Harry und Paula kamen uns besuchen und wollten Rennsportluft schnuppern. Das Team Abb von Eichenbühl hatte uns einen schönen Platz im Fahrerlager reserviert und wir konnten bei 25 Grad und Sonne unsere Zelte aufschlagen.
Das erste Training begann nicht gut. Schon vom Start weg lief der Motor nicht richtig, wurde während der Fahrt immer schlechter und kurz vor der Klinge stellte ich den Polo ab. Zurück im Fahrerlager begann die Fehlersuche. Der Benzindruck war zu niedrig also wechselten wir die Benzinpumpe. Im zweiten Trainingslauf lief der Motor dann wieder astrein. Ich konnte gleich eine 1.24 min fahren und mich im dritten Lauf noch ein wenig verbessern. Am Ende war ich an 5. Stelle aber mit nur rund 1 Sekunde Rückstand auf die Spitze - es war also noch alles drin.
Sonntag früh im Morgengrauen fuhr ich die Strecke noch mal mit dem PKW und prägte mir alle wichtigen Brems- und Einlenkpunkte ein. Das hilft mir, um in den Rennläufen die perfekte Linie zu treffen. Der erste Rennlauf hat dann gut hingehauen und die Linie hat überall gut gepasst. Die Zeit 1.23.44 min. Klasse, die Trainingszeit um 1 Sekunde verbessert. Ich lage jetzt auf der dritten Stelle. Vor mir war Mario Minichberger im Scirocco drei Zehntel schneller und Basti Schmitt im Kadett mit einer Fabelzeit von 1.21.9. Das ist neuer Gr.H 2,0l Streckenrekord!
Für den zweiten Rennlauf war dann noch mal volle Konzentration angesagt. Bei so knappen Zeitabständen ist immer eine Platzverbesserung möglich. Am Start gut weggekommen. Im unteren Kurvengeschlängel hatte ich leichtes untersteuern und konnte erst spät auf Gas. 'Dann muss ich in den schnellen Kurven eine Schippe drauflegen' dachte ich. Die schnelle Linkskurve vor der Klinge weniger Bremsen und schneller aufs Gas und das gleiche bei der Honda-Kurve. Danach schnell in den 6. Gang und voll ausgedreht mit über 200 Sachen zur Zielkurve und im 3. Gang über die Ziellinie. Ich konnte meine Zeit vom ersten Lauf noch um 15 Hundertstel verbessern und Minichberger wurde 4 Zehntel langsamer. Ich lag jetzt nur noch 2 Hundertstel zurück!
Der dritte Rennlauf musste nun über den 2. Und 3. Platz entscheiden. Wir standen schon am Vorstart, als es bei den 1600er eine Rennunterbrechung gab. Als dann kurz darauf der Krankenwagen die Strecke hoch fuhr, hatten wir Fahrer schon ein mulmiges Gefühl. Nach eine Weile kam dann die Nachricht, dass Jürgen Seitz in der schnellen Honda-Kurve einen schweren Unfall hatte. Er wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Der Rennleiter traf dann in Absprache mit uns Rennfahren die Entscheidung, den dritten Rennlauf abzubrechen. Das war die absolut richtige Entscheidung, denn keiner der Fahrer hatte nach so einem Vorfall noch die nötige Lust und Konzentration für einen weiteren Lauf. Als Rennergebnis zählt also der Stand nach dem 2. Rennlauf.
Meine Gedanken sind beim Jürgen Seitz, der im Krankenhaus liegt und um seine Gesundheit kämpft. Ich hoffe ich kann in meinem Rennbericht in zwei Wochen vom Bergrennen St. Agatha melden, dass es ihm besser geht." (12.09.2012)
 
Peter Naumann: "Schönes Gastspiel in der Schweiz
Erst muss ich kurz ausholen, was am Bergrennen Hauenstein passiert ist. Im dritten Trainingslauf hatte ich Kühlwasserverlust am Motor. Als wir den Zylinderkopf abgebaut hatten, stellten wir einen Riss im Motorblock fest. Eine Reparatur vor Ort war nicht möglich. Mein Motorentuner Timo Wolfer und ich mussten jetzt innerhalb einer Woche den Motor wieder richten. Block bohren und honen lassen, zusammenbauen und einbauen. Am Donnerstag früh um 1.00 Uhr lief der Motor dann wieder. Das war Rekordzeit!
Für das Wochenende in Oberhallau war eigentlich schönes Wetter angesagt. Anne, Bernhard und ich freuten uns schon darauf, zu meinem „Heimrennen“ (nur 150 km Anfahrt) zu fahren. Es hatten sich auch einige Freunde und Bekannte angekündigt, die mir in der Schweiz zuschauen wollten. Am Freitagabend regnete es jedoch heftig, so dass wir uns zum Grillen unter das Vorzelt verkriechen mussten.
Am Samstag früh war der Regen verschwunden und die Strecke trocknete bis zum ersten Trainingslauf ab. Der neu zusammengebaute Motor lief astrein und ich war nach dem dritten Trainingslauf an 4. Stelle mit geringem Abstand nach vorne.
Für den ersten Rennlauf am Sonntag früh hieß es dann mit voller Drehzahl und höchste Konzentration an den Start zu gehen. Mit wenig Schlupf am Start weggekommen und bis in den 5. Gang beschleunigen. Dann die schnelle Linkskurve voll auf dem Gas bleiben. Danach im 6. Gang voll ausgedreht mit 195 km/h zum Wasserreservoir. Kurz anbremsen und im 4. Gang durch die Rechtskurve und gleich wieder im 5. Gang durch das Kurvengeschlängel bis zur Tarzanrurve. Im 2. Gang mit möglichst wenig Schlupf aufs Gas und wieder bis in den 6. Gang hoch beschleunigen. Dann kommt die Mutstelle Brotlaube (dort bin ich 2010 abgeflogen). Ein ca. 80 cm dicker Baum steht direkt am Straßenrand und eigentlich direkt auf der Ideallinie. Kurz in den 5. Gang und mit ca. 140 km/h knapp am Baum vorbei. Jetzt die Rechts anbremsen und im 2. Gang wieder aufs Gas und im 5. bis zur Zielkurve, die langsam zu macht. Wieder im 2. Gang über den flachen Randstein und mit durchgedrücktem Gaspedal im 5. Gang durchs Ziel. Die Zeit 1.25.79 und 4. Platz aber Eller war nur 3 Hundertstel schneller und Kroll nur 4 Hundertstel. Schmitt fuhr eine 1.24.33 und führte souverän die Klasse an. Die Heck angetriebenen Kadett sind in Oberhallau durch die schnellen Richtungswechsel im Vorteil. Da in der Schweiz von drei Wertungsläufen nur die zwei besten zählen war aber noch alles drin. Im zweiten Rennlauf verbesserte ich meine Zeit um 3 Zehntel aber Kroll und Eller waren noch ein beschen schneller. Ich hatte jetzt 2 Zehntel Rückstand auf den 2. Platz.
Das heißt noch mal voller Angriff im dritten und letzten Rennlauf. Nach der Tarzankurve bekam ich plötzlich die Rote Flagge und ich musste anhalten und umdrehen. An der Startwiederholung, jetzt mit warmen Reifen losgefahren und fast optimal durchgekommen mit persönlicher Bestzeit 1.25.03. Aber Kroll war nur 1 Zehntel langsamer und Eller war schneller ich. Gewonnen hat Schmitt vor Eller und Kroll. Schade, ganz knapp 4. geworden aber so ist das im Rennsport. In Glasbach mit knappen Vorsprung gewonnen und hier knapp Vierter geworden. Aber der Motor hat dieses Mal gehalten und es geht mit viel Zuversicht in zwei Wochen nach Eichenbühl zum Bergrennen Unterfranken.
" (29.08.2012)
 
Peter Naumann: "Der Motor läuft wieder
Nach einer langen Nachtschicht ist der Polo wieder einsatzbereit. Heute morgen um 1 Uhr hat der Motor wieder die ersten Töne von sich gegeben.
Vielen dank auch an Ewald Nemeth, denn er hat mir innerhalb eines Tages meinen Motorblock gebohrt und gehohnt." (23.08.2012)
 
Peter Naumann: "Kurze Info zum Hauenstein Bergrennen
Im Training hat es ganz gut geklappt aber im 3. Trainingslauf ist kurz vor dem Ziel die Wassertemperatur angestiegen und mir hat es Kühlwasser aus dem Ausgleichsbehälter gedrückt.
Wir konnten das Problem am Samstag abend auch finden aber vor Ort war das nicht zu reparieren. Schade, denn ich hätte gerne im Dreikampf Schmitt, Minichberger und Kroll mitgemischt. Jetzt heißt es für mich und meinen Motorenbauer viel Arbeit, damit wir den Motor bis Oberhallau wieder fit bekommen." (21.08.2012)
 
Peter Naumann: "Klassen- und Gruppensieg am Glasbach-Bergrennen
Das Glasbach-Bergrennen in Thüringen bei Bad Liebenstein fand dieses Jahr zum ersten mal auf der neuen Strecke mit 35 Kurven statt. Um die Strecke besser kennen zu lernen, mietete ich zusammen mit Franz Weißdorn und Helmut Mayer einen Wagen. Das hat sich echt gelohnt, wenn man die Ergebnisse von und dreien anschaut. Wir fuhren dieses mal schon am Donnerstagabend los, damit ich gleich am Freitag früh die Strecke mit dem PKW abfahren und mir die Kurven und Ideallinien einprägen konnte. Am Freitagnachmittag war es 35 Grad heiß und ich war froh, dass es am Samstag und Sonntag abkühlen sollte. Die 5,5 km lange Strecke beansprucht den Motor schon höher und wenn dann noch solch eine Hitze dazukommt, wäre es für den Motor vielleicht zu viel des Guten gewesen.
Am Trainingssamstag fing es morgens an zu regnen, hörte dann aber auch schnell wieder auf. Weil die Strecke im Wald nur langsam abtrocknet, ging ich mit Regenreifen zum Start. Direkt an der Startlinie bekam ich die rote Flagge. Dieter Rottenberger war in die Leitplanken eingeschlagen und musste mit dem Abschlepper geborgen werden. Ich wechselte in der Pause schnell auf Slick und das war genau richtig, denn die Strecke war jetzt zu 90% trocken. Der zweite Trainingslauf lief auch ganz gut. Dritter Platz hinter Eller und Schmitt, die fuhren allerdings um drei Sekunden schnellere Zeiten. Deshalb musste ich mir unbedingt noch mal Sonntag morgens die Strecke anschauen, um dem Zeitverlust auf die Spur zu kommen.
Wieder pünktlich zum Start des ersten Rennlaufes begann es zu regnen. Wie aus Kübeln kam es vom Himmel und das Wasser lief den Asphalt runter. Am Start wieder vorsichtig losgefahren ohne viel durchdrehende Räder. Das Gaspedal musste ganz vorsichtig bedient werden, da die Räder ständig durchdrehen wollten. Sogar im 5. Gang in den langgezogenen Kurven versetzte der Polo auf Pfützen um zwei Meter. In solchen Momenten verfluchte ich meinen drehmomentstarken Kompressor Motor. Nach der Hälfte der Strecke gewöhnte ich mich langsam an die Verhältnisse und der Regenreifen bekam mehr Gripp. Trotzdem war ich froh, als ich das Ziel zu sehen bekam und den Polo unbeschadet nach oben gebracht hatte. Eine 3.08 min stand auf den Zeiten-Display, fünfter Platz. Erster war Norbert Wimmer mit einer unglaublichen 3.05 min auf seinem leistungsunterlegenen BMW 2002. Als ich mir die Ergebnisliste genauer angeschaute musste ich feststellen, dass vor mir nur Piloten mit Autos waren, die 50-60 PS weniger hatten als ich. Bei diesen widrigen Streckenverhältnissen ist halt mit weniger Leistung besser zu fahren. Das machte mir Mut für den Fall, dass die Strecke abtrocknen sollte. Und so kam es auch.
Vor unserm zweiten Rennlauf kam es wieder mal zu einer größeren Unterbrechung. Die Sonne kam raus, trocknete die Strecke schnell ab und wir wechselnden wieder auf Slick. Der erste Streckenabschnitt war sowieso trocken und ich griff voll an. Im Wald war ich ein bisschen vorsichtiger aber auch da war es nicht mehr feucht. Also für den Rest der Strecke volle Attacke. Das war ein wilder Ritt. Nicht immer sauber gefahren aber dafür schnell. Die Zeit 2.36,5 min. WOW! Meine Trainingszeit um ca. 6 Sek verbessert. Und dann die überraschung: Ich war der Schnellste. Fünf Sekunden schneller als Wimmer und eine Sekunde schneller als Eller und Schmitt. Ich hatte jetzt 2,8 Sek Vorsprung auf Eller, der mir im dritten Lauf noch gefährlich werden konnte.
Den letzten Rennlauf versuchte ich sauber ohne Fehler hochzubringen. Das ist mir nicht ganz gelungen. Einige Kurven fuhr ich besser aber dafür klappten andere nicht so gut. Die Zeit 2.36.8 Sek. Jetzt müsste Eller schon unter 2.34 fahren um mich zu schlagen. Er fuhr eine grandiose 2.33,9!!! Ich dachte schon: 'Jetzt hab ich es verloren.' Bis mir einer sein iPhone unter die Nase hielt und auf den Livezeiten von www.berg-zeitnahme.net sah, dass ich um 4 Hundertstel vorne lag. Bei der Rückführung über die Strecke winkten uns die vielen Zuschauer zu und ich konnte meinen Klassensieg auf dieser tollen Bergrennstrecke im Thüringer Wald richtig genießen. Ich muss noch ein riesen Lob aussprechen auf die Jungs vom RSG Altensteiner Oberland e.V. rund um Markus Malsch. Was die dieses Jahr auf die Beine gestellt haben war phänomenal. Perfekte Strecke und Organisation, schönes Fahrerlager in Steinbach und wir sind von allen Anwohnern freundlich aufgenommen worden.
Ich freue mich schon heute auf den Saisonhöhepunkt nächstes Jahr am Glasbach-Bergrennen. Jetzt geht es erst mal zwei Wochen in den Urlaub und das Rennen in Osnabrück wird ausgelassen. Frisch motiviert geht es dann zum Hauenstein-Bergrennen." (31.07.2012)
 
Peter Naumann: "Wetterchaos in Homburg
Am Freitag schafften wir es gerade noch, unser Wohnmobil mit Anhänger trocken zu parken und das Zelt für den Polo aufzustellen, dann begann es auch schon zu regnen. Das sollte an dem Wochenende noch öfters passieren.
Samstag früh begann es dann richtig stark zu regnen und verwandelte die Wege auf der großen Fahrerlagerwiese ruck zuck in einen schlammigen Brei. An ein Herausfahren mit unseren Gruppe H Fahrzeugen war nicht zu denken. Erst zwei Stunden später, nachdem der HAC Homburg den Schlamm mit einem Radlader abgetragen hatte, konnten wir raus fahren. Das erste Training war mit Regenreifen, das zweite und dritte Training im Trockenen mit Slicks. Ich war immer vorne mit dabei und zum Schluss zweiter in der Klasse.
Als ich nach dem Training den Polo kontrollierte stellte ich fest, dass der Stoßdämpfer vorne rechts nicht richtig arbeitete. Nach Rücksprache mit meinen Fahrwerksspezialisten Ulla Kugler von KW zerlegte ich den Dämpfer und stellte fest, dass er zu wenig Dämpferöl hatte. Ich füllte das Öl nach und entlüftete das Dämpfersystem. Danach arbeitete der Dämpfer wieder normal. Wahrscheinlich hatte der Dichtring beim Einschlag in Eschdorf etwas abbekommen und hatte leichten Ölverlust.
Am Sonntag nach der Morgenbesichtigung dachte ich noch, dass die Strecke zum ersten Rennlauf hin abtrocknen würde aber rechtzeitig zum Rennbeginn fing erneut ein Regenschauer an. Also Regenreifen drauf und ab zum Start. Am Start mit niedriger Drehzahl und wenig Schlupf weggekommen. Dann gut durchs Brückchen gefahren, im 5. Gang auf Posten 8 zugeflogen und in den 3. Gang runter gebremst. Nach Posten 8 raus beschleunigt und in die nächste Kurve rechts eingelenkt. Plötzlich brach mir das Heck aus und ich musste heftig am Lenkrad arbeiten, um den Polo auf der Straße zu halten. Als ich den Wagen wieder stabil hatte, schnell auf Gas und weiter gings aber so rechtes Vertrauen hatte ich jetzt auch nicht mehr. Mit verhaltenem Ehrgeiz fuhr ich dann weiter bis ins Ziel. Der Fehler hat wohl 1,5 - 2 Sekunden gekostet. Nur 7. Platz nach dem 1. Lauf und Holger Hovemann lag vorne.
Zum zweiten Lauf trocknete die Strecke fast komplett ab also waren die Slick erste Wahl. Jetzt noch mal voll angreifen und ein paar Plätze gutmachen. Der Polo lag eigentlich gar nicht so schlecht auf der Straße aber die Kurven hatten unterschiedliches Gripp-Niveau. Ich fuhr zwar die zweit schnellste Zeit und verbesserte mich auf den 6. Platz aber ich hatte kein gutes Gefühl für das Limit.
Das Wetter für den dritten und letzten Lauf hielt sich ganz gut aber es gab zahlreiche Unterbrechungen wegen technischer Defekte und Unfälle. Als die H 2,0 l ihren Rennlauf begann, wurde der Himmel schon ganz dunkel. Bei Patrik Orth setzte dann ein kräftiger Regen ein. Patrik kam noch bei teilweiser feuchter Strecke mit Slick durch, aber nach ihm wurde abgebrochen und wir mussten auf Regenreifen wechseln. Ich fuhr dann bei sehr starkem Regen und extrem schlechter Sicht meinen Lauf, bin aber als drittschnellster in der Klasse ganz gut durchgekommen und war jetzt Fünfter. Das gute war, dass ich meine Meisterschafts-Gegner Schmitt, Sonderbauer und Minichberger hinter mir halten konnte und Orth lag jetzt an erster Stelle. Diese Wertung hatte aber nur eine Stunde Gültigkeit. Nach einer 300m langen Ölspur wurde der dritte Lauf abgebrochen und es zählte der Stand nach zwei Läufen. Hovemann gewinnt somit vor Schmitt und Orth.
In dieser Saison steckt irgendwie der Wurm drin, entweder mir passieren Fahrfehler oder ich habe technische Probleme am Polo. Für mich ist ein gutes Meisterschaft Ergebnis erst mal in weite Ferne gerückt und schaue jetzt nur noch von Rennen zu Rennen. Als nächstes steht das neue Glasbachrennen in zwei Wochen an - Deutschlands längste Bergrennstrecke mit 5,5 km. Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe, sich die 33 Kurven und Ideallinie einzuprägen. Ich bin schon gespannt wer das am besten hinbekommt." (21.07.2012)
 
Peter Naumann: "Nach einer schlaflosen Nacht
Am Freitag machten wir uns auf die 430 km lange Anreise nach Heiligenstadt zum Iberg-Rennen. Als wir dann um 17 Uhr im Fahrerlager ankamen, waren die meisten schon da. Zum Glück hat uns der Franz Weißdorn einen schönen Platz reserviert.
Am Samstag ging es dann bei schönstem Wetter zum Training. Die ersten zwei Trainings waren ganz problemlos. Der 6. Platz aber nur 1 Sekunde Abstand nach vorne. Guter Top Speed, das KW-Fahrwerk war auch gut eingestellt und der Polo 1.4 Supercharger lief wie auf Schienen.
Nach dem 3. Trainingslauf bemerkte ich im Ziel, dass der Motor Kühlwasser aus dem Behälter raus gedrückt hat und auch im Standgas nicht mehr rund lief. Kein gutes Zeichen. Die Datenaufzeichnung zeigte, dass der Motor teilweise über 100 Grad Wassertemperatur hatte. Diagnose: Kopfdichtung defekt. So konnte ich die Rennläufe am Sonntag nicht bestreiten. Auch mit der Dichtung wechseln ist es nicht getan, da meisten der Zylinderkopf nachzubearbeiten ist.
Also kurz meinen Motorenbauer Timo angerufen und gefragt: „Hast du Zeit? Dann komme doch zum Iberg das Bergrennen schauen. Ach ja, bringe auch gleich den Ersatzmotor mit. Den müssen wir vorher noch einbauen.“ Gesagt, getan. Ich baute den Motor bis Samstagnacht aus. Am Sonntag um 4 Uhr morgens war der Timo mit dem Motor da und wir bauten das neue Herz ein. Um 8 Uhr gab der Motor die ersten Töne von sich. Wir waren uns aber nicht ganz sicher, ob er auch unter Volllast gut läuft, da der Motor nicht auf dem Leistungsprüfstand abgestimmt wurde.
Noch ein bisschen schläfrig (nur 1,5 Std geschlafen) ging ich an den Start zum ersten Rennlauf. Am steilen Iberg Start gut weggekommen, die lange Startgerade bis in den 6. Gang beschleunigt und auf den langgezogenen Linksbogen bei 180 km/h auf den Anbremspunkt warten. Dann die Rechtskehre wieder voll raus beschleunigen, auf dem Kurvengeschlängel bis in den 5. Gang und wieder bei der Steinmauer in den Zweiten. Jetzt noch das Wald-S und die Zielkurve und danach Vollgas bis ins Ziel. Meine Zeit war 1.02.2 Min. Gar nicht so schlecht, dachte ich. Ich lag auf dem 6. Platz. Eine halbe Sekunde hinter dem 2. Platz. Der Motor lief einwandfrei aber im Ziel hatte ich ca. 10 km/h weniger Top Speed als im Training. Also fehlten mir ca. 20-30 PS.
Im 2. Rennlauf ging es dann Schlag auf Schlag. Erst fiel Roman Sonderbauer mit seinen C-Kadett an dritter Stelle liegend aus, weil er Kontakt mit einem Reifenstapel hatte. Danach kam der direkt vor mir startende Dieter Rottenberger, bisher 2. Platz, im STW BMW 318 von der Strecke und musste auf dem Abschlepper zurückgebracht werden. Ich hatte dann eine Startwiederholung, fuhr eine 2.02.8 Min und lag jetzt auf Platz 4.
Den 3. Und 4. Lauf fuhr ich ungefähr die gleichen Zeiten. Deshalb blieb ich auch auf dem 4. Platz. Gewonnen hat Sebastian Schmitt im Kadett vor Hansi Eller im Scirocco und Ralf Kroll im Golf. Der 4. Platz war nach meinen Motorproblemen wohl das Optimum, das am Iberg zu erreichen war. Ich möchte meinen Motorenbauer Timo Wolfer vielmals danken. Ohne seinen Einsatz wäre das Ibergrenen zu einem Streichergebnis geworden und ich hätte die Meisterschaft wohl abschreiben können. Ich möchte auch meiner Frau Anne danken, die fast ganz alleine den langen Weg nach Hause gefahren ist und ich ein bisschen Schlaf nachholen konnte.
Das nächste Rennen ist in Homburg (Saar), eines meiner Lieblingsstrecken. Hoffentlich komme ich mal ohne technische Probleme durch das Rennwochenende." (04.07.2012)
 
Peter Naumann: "Kein Glück in Wolsfeld
Bei bestem Wetter fuhren wir am Samstag in die Eifel zum kleinen Örtchen Wolsfeld. Dort fand das Bergrennen in diesem Jahr zum 50. Mal statt und seit über 10 Jahren dürfen wir uns bei der Familie Schaefer im Garten auf einer Baumwiese niederlassen. Der schönste Fahrerlagerplatz in ganz Wolsfeld!
Am Trainings-Sonntag wurden bei herrlichem Sonnenschein die Slicks auf den Polo geschraubt und das erste Training gefahren. Ich dachte: 'Ganz schön eng die Strecke in Wolsfeld mit den drei Kehren.' Da muss man teilweise sehr aggressiv über die Streckenränder fahren und dann ganz sauber an den Kehren einlenken, um wieder früh ans Gas gehen zu können. In den drei Trainingsläufen konnte ich noch keinen richtigen Fluss reinbringen und blieb rund zwei Sekunden über meiner Bestzeit vom letzten Jahr.
Am Renntag bin ich die Strecke noch mal im Morgengrauen mit dem Kombi von meinem Hausmann Peter Schaefer abgefahren und hab mir die Kurven und Einlenkpunkte noch mal ganz genau angeschaut. Dann vor dem Start des ersten Rennlaufes die Strecke noch mal in Gedanken abgefahren. Die Startampel schaltet auf Grün und los gehts. Alle Kurven und Kehren gut erwischt. Die Anbremspunkte haben auch gepasst und ab durch die Lichtschranke ins Ziel. Die Zeit: 1.06.2 Min. - Klasse! So schnell ist zuvor noch kein Front angetriebenes Auto in Wolsfeld gewesen. Nur Sebastian Schmitt im C-Kadett war noch schneller.
Der zweite Lauf war nicht ganz so flüssig aber auch eine 1.06.9 Min. Immer noch Zweiter mit drei Zehntel Abstand zum ersten Platz. Es lag also noch alles drin.
Im dritten Lauf bin ich am Start gut weggekommen aber dann in der Anfahrt zur Bit-Kehre ging mein Motor plötzlich aus. Ein kurzer Blick zu den Sicherungen und ich sah, dass eine herausgesprungenen war. Schnell mit der Hand drauf gedrückt und der Motor lief wieder. Mit dickem Hals fuhr ich weiter bis ins Ziel. Die Aktion mit der Sicherung hatte sechs Sekunden gekostet und anstelle dem zweiten Platz jetzt nur noch Achter. Unten im Fahrerlager erst mal die Elektrik zerlegt und die Sicherung kurzgeschlossen. Die im Winter eingebaute stärkere elektrische Wasserpumpe war wohl zu schwach abgesichert. Bisher hatte sie aber immer einwandfrei funktioniert.
Im vierten Lauf lief der Polo wieder einwandfrei und ich fuhr eine 1.06.8. So konnte wenigstens noch einen Platz gutmachen und wurde Siebter. Gewonnen hat Basti Schmitt vor Sonderbauer und Wiebe.
Ich bin froh, dass der Polo das Rennen in Wolsfeld unbeschadet überstanden hat, denn im Juni werde ich meine Anne heiraten. Da gibt es eine große Party und ich habe keine Zeit am Polo zu schrauben. Frisch verheiratet geht es dann am 30. Juni am Iberg wieder an den Start." (29.05.2012)
 
Peter Naumann: "Eschdorf - ein Saisonauftakt nicht nach Maß
Als wir am Freitag bei schönem Wetter nach Eschdorf in Luxemburg einfuhren wussten wir schon, dass uns ein feuchtes Wochenende bevorstand.
Am Samstag früh goss es schon aus Kübeln und ich musste das KW Fahrwerk auf Regen einstellen. Das 1. Training fuhren wir bei komplett nasser Strecke und ich fuhr die dritte Zeit hinter den C-Kadetten Sonderbauer und Hovemann. Für den 2. Trainingslauf trocknete die Strecke ziemlich ab und ich montierte die Slick drauf. Mit denen funktionierte der Polo 1.4 Supercharger sehr gut, obwohl die Stecke im Mittelteil noch feucht war. Mit einer 1.03.9 Min. fuhr ich die Trainingsbestzeit in meiner Klasse.
Am Sonntag früh regnete es wieder und wir gingen mit Regenreifen zum Start. Wegen der rutschigen Strecke gab es aber sehr viele Unterbrechungen und Ausrutscher. Am schlimmsten traf es Holger Hovemann im Opel vom Teamkollegen Göbel. Er rutschte in der 2. Kurve so heftig in die Leitplanken, dass das Auto auf den Abschlepper und die Leitplanken repariert werden mussten. Ich stand ca. zwei Stunden am Vorstart bis ich an die Startlinie durfte. Im letzten Moment vor dem Start kam dann wieder die rote Flagge. Der Rottenberger hatte sich gedreht - wieder Zehn Minuten warten...
Dann durfte ich endlich starten. Bin gut weggekommen und habe die ersten zwei Kurven gut gemeistert. Das gibt Vertrauen! Dann das schnelle „S“ gut erwischt und auch die lange Rechts vor der Zielkurve und noch mal voll beschleunigt. Die Zielkurve war fast abgetrocknet. 'Prima' dachte ich 'da kannst noch ein bisschen schneller reinhalten'. Ich bremste an und lenkte in die Kurve ein. Ich hatte leichtes untersteuern und ging ganz vorsichtig aufs Gas. Dann schob der Polo plötzlich über die Vorderachse Richtung Leitplanken und ich konnte nur noch auf den Einschlag warten. Der Polo schlug in einen Strohballen ein, der den Aufprall dämpfte aber der Querlenker war krumm und der Spoiler dahin. Der Motor lief noch. Also den ersten Gang rein und ich schaffte es noch mit dem halben Strohballen unter dem Auto ins Ziel zu fahren. Die Zeit reichte noch für den 11. Platz.
In Luxemburg wir nur die beste Laufzeit gewertet also gibt es wenigstens noch ein paar Punkte für den KW-Bergcup. Kurz vor dem zweiten Wertungslauf kam dann noch mal ein kräftiger Regenguss runter. Nur zwei Fahrer konnten ihre Zeiten verbessern und sich vor mich schieben, so dass es für einen 13. Schlussrang gelangt hat. Gewonnen hat Roman Sonderbauer auf seinen frisch aufgebauten C-Kadett vor Hansi Eller im Scirocco. Als ich mir die Zwischenzeiten angeschaut habe ärgerte ich mich noch mehr über meine Ausrutscher, denn ich lag vor der Zielkurve 0,5 Sek. vor der Zeit von Sonderbauer! Wenn und Aber gibt es im Rennsport nicht. Wenn man gewinnen will, muss man halt auch die Zielkurve schaffen.
An Pfingsten geht es in die Eifel nach Wolsfeld. Dort beginnt der Fight wieder von vorne und bis dahin ist der Polo auch wieder fast wie neu." (07.05.2012)
 
Peter Naumann: "So, die Einschreibeliste für die Saison 2012 ist online!
Als ich letztes Wochenende mit dem Wolfgang Glas gesprochen habe, da war er noch nicht zufrieden mit der Zahl der Einschreibungen. Aber in den letzten drei Tagen bis zum Entschluss muss es bei ihm noch kräftig im Briefkasten geklappert haben. Ich habe 138 Fahrer gezählt, das ist wieder ein super Einschreibeergebnis für den KW Berg-Cup.
In meiner Klasse der 2,0l haben 53! Fahrer genannt. Mit dabei sind als Team Hovemann / Göbel und die Vorarlberger Reich und Petter haben auch genannt. Sonst sind auch aller Top Fahrer vom Vorjahr dabei. Das wir wieder ein Kampf um Zehntel und Hundertstel!
Bei der 8v Wertung sind jetzt Rauch/Faulhaber als starkes Team dabei und nach ein paar Jahren Abwesenheit auch wieder der Stefan Glas mit seinem Escort MK1. Mal schauen ob es spannend wird oder wird der Norbert Wimmer wieder souverän gewinnen?
Schönborn und Göser haben in die 2,0l FS haben gewechselt. Vielleicht können sie da mehr Punkte im KW Berg-Cup sammeln als in der umkämpften H 2,0l.
Ich freue mich schon wieder sehr auch die neue Saison. Es ist immer wieder schön, beim ersten Rennen in Eschdorf die Bergrenn-Familie nach der Winterpause zu sehen und die Rennluft zu schnuppern." (04.02.2012)