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Saison 2014
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Peter Naumann Bergsaison 2014

03./04. Mai 2014  European Hill Race Eschdorf (L)
24./25. Mai 2014  Int. Bergrennen St. Anton (A) -> 3. Platz
08./09. Juni 2014  Wolsfelder AvD Bergrennen -> 4. Platz
28./29. Juni 2014  Ibergrennen Heiligenstadt -> 3. Platz
12./13. Juli 2014  Homburg ADAC Bergrennen -> 2. Platz
26./27. Juli 2014  ADAC Glasbach-Bergrennen -> 3. Platz
02./03. Aug. 2014  Osnabrücker ADAC Bergrennen
16./17. Aug. 2014  AvD Hauenstein-Bergrennen
13./14. Sept. 2014  AvD Bergrennen Unterfranken -> 5. Platz
27./28. Sept. 2014  Bergrennen St. Agatha (A) -> 2. Platz
04./05. Okt. 2014  ADAC Bergrennen Mickhausen -> 5. Platz
 
Deutscher Meister Berg Team Challenge 2014
 

Kommentare zum Saisonverlauf

Peter Naumann: "Schöner Saisonabschluss in Mickhausen
Wir hatten einen schönen Saisonabschluß in Mickehausen, obwohl der Polo mal wieder etwas zickig war. Am Samstag ist mir im zweiten Training das Aussengelenk der Antriebswelle gebrochen, konnten es aber schnell reparieren. Im dritten Training hat die Elektronik Aussetzter verursacht. Wir konnten das Problem finden und der Polo ist dann am Sonntag gut gelaufen. Da ich Samstags nicht richtig zum fahren gekommen bin stellte ich erst am Sonntag fest, dass der Polo in Mickhausen einen ganz bescheinden Staßenlage hatte. Das Poloheck fand keinen Gripp auf dem kaltem Asphalt und so fand ich auch kein Vertrauen in die schnellen Kurven in Mickhausen, um mit den schnellsten der Klasse mitzuhalten. Zum Schluss war ich Fünfter und knapp vor Dieter Rottenberger. Bei 47 Starter in der Klasse ist das ja auch nicht so schlecht." (06.10.2014)
 
Peter Naumann: "In St. Agatha jubeln die Berg Fans
Meine Frau Anne, mein Schrauber Bernhard und ich fuhren am Freitagabend zum Bergrennen St. Agatha nach Österreich. Das ist gleich hinter der Grenze bei Passau. Das Training beginnt dort erst am Samstagnachmittag, deshalb konnten wir gemütlich nach dem Frühstück unser Equipment aufbauen.
Nachdem wir in Eichenbühl Probleme mit der Motor-Abstimmung hatten und noch auf dem Motorenprüfstand waren, lief der Polo 1.4 Supercharger im Training wie geschmiert und ich konnte die Zeiten der Top 3 in der Klasse mitgehen. Für dem Sonntagvormittag war ja noch ein Training angesagt. Da wollte ich noch meine Linie und Anbremspunkte verbessern und einen Satz Reifen ausprobieren. Daraus wurde leider nichts, denn die Nacht war sternenklar und in der Frühe war ein zäher Nebel im unteren Bereich der Strecke. Im oberen Teil schien schon die schöne Herbstsonne. Der Nebel löste sich erst gegen 11 Uhr auf. Deshalb hat die Rennleitung das Training gestrichen.
Bei herrlichem Herbstwetter kamen die Zuschauer in Strömen an die Strecke und belagerten die Wiesen. In St. Agatha darf man im Vorstart die Räder zum anwärmen nicht durchdrehen lassen. Deshalb fährt man am Start mit viel Schlupf los und bekommt die Kraft erst im zweiten Gang auf die Straße. Der Lauf hat aber sonst ganz gut geklappt. Nur in der Rechtskehre nach der Bushaltestelle hatte ich Untersteuern und konnte erst spät aufs Gas. Ich setzte die erste Top- Zeit mit 1.19.9 min. Danach Hansi Eller im Scirocco mit 1.20.2. Dann fuhr Björn Wiebe im STW Laguna mit 1.19.6 die Bestzeit. Der Tainingsschnellste Österreicher Andy Marko hatte einen Quersteher und konnte mit den vorderen Zeiten nicht mithalten.
Für den zweiten Lauf war also noch alles drin aber ich musste auch auf den Eller aufpassen, der mir drei Zehntel im Nacken hing. So versuchte ich überall noch ein bisschen besser zu fahren. Auch im absoluten Mutstück vor dem Ziel, das mit ca. 180 km/h gefahren wird. Ich konnte meine Zeit noch um drei Zehntel verbessern und fuhr eine 1.19.6 min. Jetzt das Warten auf die Zeit von Eller. Er konnte sich auch um zwei Zehntel verbessern aber ich blieb vorne. Dann kam Wiebe durchs Ziel. Auch er verbesserte seine Zeit um zwei Zehntel und hat damit verdient gewonnen.
Ich bin zufrieden mit meinen 2. Platz und nehme viele Punkte für den KW- Bergcup mit nach Hause. Bei der Rückführung standen tausende Fans an der Strecke und jubelten uns Fahren zu. Das gibt es nur in St. Agatha. Vielen Dank, dass ihr und eure Begeisterung so zeigen könnt.
In der Deutschen Berg-Team Challenge konnten meine Teamkollegen Franz Weißdorn, Manfred Schult, Roman Sonderbauer und ich schon den Sack in Eichenbühl zumachen und wurden vorzeitig Deutscher Team-Meister. Jetzt kommt schon am nächsten Wochenende das letzte Saisonrennen in Mickhausen. Da muss noch mal alles passen, damit ich in der Punktetabelle des KW-Bergcup nach oben rücken kann." (29.09.2014)
 
Peter Naumann: "Hauenstein Bergrennen - ohne Punkte
Im Training hat es schon nicht gut angefangen. Das Wetter spielte verückt. Regenschauer und Sonnenschein wechselten sich dauend ab. Im Wald war es nass und der Rest der Strecke war komplett trocken.
Beim zweiten Training schickte uns der Rennleiter bei Regen mit Slick nach oben. Da konnten wir ohne Aquaplaning teilweise nur mit 70-80 km/h fahren.
Zum Rennen war die Strecke dann fast ganz abgetrocknet und wir konnten das erste mal richtig fahren. Ich bin in den schnellen Ecken ein bisschen zu vorsichtig gefahren und war dann in der H2000 Dritter knapp vor Minichberger.
Für den zweiten Lauf wollte ich volle Attacke gehen und das klappte auch bis zum Wald-S ganz gut. Plötzlich hatte der Motor keine Leistung mehr und ich musste den Polo abstellen. Wir stellten später fest, dass ein Zylinder keine Kompression mehr hatte. Die genaue Ursache wird erste beim Zerlegen des Motores festgestellt werden können.
Ich denke schon, dass wir den Motor für Eichenbühl wieder hinbekommen. Wir haben jetzt noch vier Wochen Zeit, das müsste genügen." (18.08.2014)
 
Peter Naumann: "Außer Spesen nix gewesen
Mein Polo und ich sind im Training am Bergrennen Osnabrück gut zurecht gekommen, obwohl ich die letztem zwei Jahre dort nicht gefahren bin.
Am Renntag im ersten Lauf fuhr ich dann die zweitbeste Zeit hinter Weidinger, knapp dahinter Eller und Sonderbauer. Als ich im zweiten Lauf vom Start wegfuhr lief der Motor plötzlich nur noch auf drei Zylindern und ich musste den Lauf abbrechen. So ein Sch.... statt einem guten Rennergebnis wird es ein Streichergebnis.
Im Fahrerlager angekommen machten wir uns gleich auf die Fehlersuche. Eine Zündkerze war dunkel. Neue Zündkerzen rein geschraubt und der Polo läuft wieder rund. Zum Testen bin ich dann noch den dritten Lauf gefahren und der Polo lief wieder astrein. Es ist zum Haare raufen, ein Ausfall wegen einer defekten Zündkerze!
Aber jetzt ist der Polo fit für Hauenstein. Dort will ich dann richtig an-greifen." (05.08.2014)
 
Peter Naumann: "Glasbach 2014
Stressiges aber erfolgreiches Rennen in Glasbach gehabt. Am Freitag Abend ist mir beim Fahren durchs Fahrerlager den Zahnriehmen gerissen. Was jetzt? Kurz mit meinen Motorentuner Timo Wolfer telefoniert, dann den Polo aufgeladen und nach Welzhein (BW) gefahren.
In einer Nachtschicht ZK abgebaut und 12 krumme Ventile gewechselt. Alles wieder zusammengebaut, die 310 km zurück zum Glasbachrennen gefahren und am Samstag um 16 Uhr meinen Trainingslauf gefahren. Der Motor lief perfekt.
Beim Rennen bin ich dann Dritter geworden, knapp hinter Eller und Weidinger. 3. Platz Tourenwagen Gesammt und hervorragender 17. Platz in der Gesammt-Wertung bei einen Europameisterschaftslauf!
Vielen Dank an meinen Tuner Timo Wolfer und meinen treuen Schrauber Bernhard. Diesen Erfolg habe ich nur euch zu verdanken, sonst wäre der Polo am Wochenende nie gelaufen." (30.07.2014)
 
Peter Naumann: "Bestes Saisonergebnis in Homburg
Als wir am Freitag ins Saarland nach Homburg fuhren wussten wir schon, dass uns ein wechselhaftes Wetter erwarten würde und es sollte auch so kommen.
Am Trainingssamstag war die Strecke beim ersten Training noch teilweise leicht feucht aber zum zweiten Training trocknete die Stecke ganz ab. Ich kam trotzdem nicht auf die Zeiten meiner Konkurrenz Eller, Wiebe und Sonderbauer und war deshalb nicht zufrieden. Nachdem ich meine Inbordaufnahmen vom Training angeschaut und die Datenaufzeichnung studiert hatte musste ich feststellen, dass die Gänge in den Kurven nicht passten. Ich hatte das Getriebe kürzer übersetzt als letztes Jahr. Die Endübersetzung im 6. Gang passte aber für die vielen Kurven in Homburg war der 3. und 4. Kang zu kurz übersetzt und mir fehlte der Speed in diesen Kurven. Also abends die Ärmel hochgekrempelt und das Getriebe wieder so übersetzt wie letztes Jahr. Das Grillfleisch musste halt noch ein bisschen warten.
Am Rennsonntag war die Strecke eigentlich noch trocken als es in der ersten Startgruppe zu regnen begann. Wir hatten die KW Dämpfer schon auf trockene Verhältnisse eingestellt, jetzt wieder zurück auf Regen-Setup und die Dunlop Regenreifen montieren. Als wir in der Gruppe E1 bis 2,0l am Start standen hat es nicht mehr geregnet aber die Strecke war komplett feucht. Das Besondere an der Homburger Bergrennstrecke ist, dass es beim Start bergab geht. Nach ca. 500 m kommt das „Brückchen“. Das ist der Tiefpunkt der Stecke. Eine S-Kurve mit sehr welligem Fahrbahnbelag, die im 5. Gang gefahren wird. Danach geht es dann die kurvige Stecke hoch ins Ziel.
Am Start vorsichtig mit möglichst wenig Schlupf losgefahren und mit viel Speed durchs Brückchen. Möglichst früh aufs Gas und das Tempo auf die Gerade mitnehmen. Dann kommt eine doppelter Rechtsknick, in dem man am Posten 8 eine Linkskehre anbremsen muss. Möglichst spät bremsen aber auf nasser Straße mit viel Gefühl, damit der Polo 1.4 Supercharger in der Spur bleibt. Dann plötzlich die rote Ampel am Straßenrand und ich musste den Lauf abbrechen. Ein vorausfahrender Kollege hatte einen Reifenstapel verschoben. Also zurück zum Start und das Ganze noch einmal. Die Regenreifen hatten jetzt schon ein bisschen Temperatur bekommen, das kann bestimmt nicht schaden.
Wieder losgefahren, gut durchs Brückchen gekommen und auch am Posten 8 gut gebremst. Ich merkte schon, dass die Regenreifen einen guten Gripp aufbauten. Das gibt Vertrauen. Auch die anderen Kurven gut geschafft und mit guter Tracktion rausbeschleunigt. Im oberen Streckenteil kommen sehr zügige Kurven in denen man viel Zeit verlieren kann, wenn man zu vorsichtig ist. Mit viel Mut die Kurven angefahren und der Polo flog um die regennassen Kurven bis ins Ziel. Die Zeit: 1.27.1 min, schneller war nur der Jörg Weidinger im BMW, Eller war mit 0,9 sek Rückstand auf mich Dritter.
Für den zweiten Wertungslauf fing die Strecke gerade wieder an abzutrocknen. Ich fuhr mit Slick an den Vorstart aber der Himmel wurde immer dunkler. Die ersten Autos in meiner Startgruppe starteten schon und mein Polo stand immer noch aufgebockt am Vorstart, weil ich nicht genau wusste, welche Reifen ich montieren sollte. Es war „Wetrace“, es wird also nicht abgebrochen wenn es wieder zu regnen beginnt und man die falschen Reifen drauf hat. Dann wurde das Rennen plötzlich unterbrochen. Ein Unfall am Brückchen und es gab eine längere Unterbrechung. In diesem Moment fing es an stark zu regen. Ich flüchtete in meinem Polo und mindestens eine halbe Stunde lang jagte ein Regenschauer den nächsten. Als es wieder aufgehört hatte zu regnen montierten wir die Regenreifen und machten die KW Dämpfer weicher. Jetzt wurde der Start wieder freigegeben aber die Strecke war viel nasser als im ersten Lauf. Ich bin aber mit den Selbstvertrauen vom ersten Lauf wieder gut durchgekommen. Wieder die zweitbeste Zeit hinter Weidinger und 0,6 sek schneller als Eller im Scirocco.
Als wir in die Fahrerlagerwiese zurück kamen begann ist wieder richtig zu schütten und die Fahrwege der Wiese verwandelten sich schnell zu Schlamm. Die Rennleitung entschloss sich dann weise den dritten Wertungslauf abzusagen, was auch die richtige Entscheidung war. Mein bestes Saisonergebnis war also in trockenen Tüchern: 2. Platz in der Klasse E1 2,0l, 3. Platz Tourenwagen gesamt und ein phänomenaler 4. Platz in der Gesamtwertung. Norbert Brenner im DTM Opel war nur 5/100sek schneller als ich. Sonst hätte es noch aufs Podest der Gesamtwertung gereicht.
Man muss dem Homburger AC als Veranstalter ein großes Lob aussprechen. Trotz der widrigen Umstände haben Sie ein gute Bergrennen organisiert. Selbst das raus schleppen unserer Wohnmobile mit Anhänger aus der nassen Fahrerlagerwiese mit dem Schlepper klappte hervorragend. Als nächstes kommt der deutsche Berg-Europameisterschaftslauf in Glasbach. Eine 5,5 km lange, fahrerisch höchst anspruchsvolle Stecke auf uns zu. Ich bin schon gespannt, wie ich mich dort wieder aus der Affäre ziehen werde." (14.07.2014)
 
Peter Naumann: "Wechselbad des Wetters und der Gefühle
Freitag Nachmittag fuhren wir nach Heilbad Heiligenstadt. Das Fahrerlager vom Ibergrennen ist immer mitten in der Stadt und hat eine ganz besondere Atmosphäre. Der Franz Weißdorn hat uns eine Platz freigehalten, so dass wir unser Equipment aufbauen konnten.
Am Samstag begann das Training mit schönen Wetter und trockener Piste. Der erste Trainingslauf klappte ganz gut und wir konnten unsere Elektronik wie die Launch-Control (Startpogramm für das Anfahren am Start) und die Tractionskontrolle verbessern. Der Telly von der Firma MTO hat uns dabei tatkräftig unterstützt. Mit dem 2. und 3. Training war ich nicht so zufrieden. Es kostet sehr viel Überwindung, nach dem Start den Rechtsknick und den langen Linksbogen das Gas an meinem 300 PS starten Polo 1.4 Supercharger voll stehen zu lassen und mit 185 km/h an den Bäumen vorbeizurauschen. Vor dem 4. Training begann es dann zu Regnen.. Also das KW Competition Fahrwerk am Polo auf Regen Setup umstellen und die Regenreifen montieren. Im Regen war ich Drittschnellster. Es war dieses Jahr das erste mal, dass ich im Nassen gefahren bin.
In der Nacht regnete es stark und hörte erst kurz vor Rennbeginn auf. Die Strecke war komplett feucht also musste am Polo nichts umgebaut werden. Am Start für den 1. Rennlauf mit viel Gefühl losgefahren, damit die Reifen am steilen Iberger Startbereich möglichst wenig durchdrehen. Ich bin ganz gut durch gekommen und im Ziel die Zeit 1.10 min. 2 Sek schneller als im Training aber Björn Wiebe im Laguna war 1,1 Sek schneller und der Jörg Weidinger fuhr eine unglaubliche 1.05 min und war Gesamtführender vor den Sportwagen. Jetzt ärgerte ich mich ein bisschen, denn wäre ich ein wenig Aggressiver gefahren hätte dem Björn seine Zeit sicher drin gelegen.
Die Strecke trocknete jetzt schnell ab und wie baute den Polo für den 2. Lauf auf trockene Bedingungen um. Am Start fast optimal weggekommen und bist in den 5. Gang beschleunigt, dann den Rechtsknick voll stehengelassen. In den 6. Gang und dann voll bis zur Rechtskehre, die man aber in einer Linkskurve anbremsen muss. Dann im 2. Gang wieder das Geschlängel hoch zur Steinbruchkehre bis in den 5. Gang beschleunigen. Die Links-Kehre muss sauber gefahren werden, um wieder früh aufs Gas gehen zu können. Dann noch die Rechts-Links Kombination, die schwierige Zielkurve und mit Vollgas durchs Ziel. Die Zeit 1.01.9 min. 3 Zehntel schneller als Björn. Das muss noch schneller gehen, dachte ich, und im 3. Rennlauf konnte ich mich auf eine 1.01.0 min steigern. Wieder 3 Zehntel schneller als der Laguna Pilot. Ich hatte jetzt ca. eine halbe Sekunde Rückstand auf den 2. Platz. Könnte knapp werden im 4. Lauf.
Vor dem 4. Rennlauf wurde der Himmel immer dunkler und am Vorstart fielen die ersten Tropfen auf die Frontscheibe. „Ein paar Tropfen sind nicht schlimm“ dachte ich doch direkt nach dem Start fing es richtig an zu pissen und ich konnte den Polo mit den Slicks auf regennassem Asphalt kaum auf der Straße halten. Die Zeit war entsprechend schlecht 1.15 min. Bea Flik hinter mir traf es noch schlimmer. Danach wurde das Rennen unterbrochen. Wenn jetzt die restlichen Starter der 2,0l Klasse auf Regenreifen wechseln würden die schnellen Leute bestimmt 2-5 sek schneller fahren als meine Zeit und mein guter 3. Platz wäre dahin. Nach einer langen Wartezeit im Zielbereich kam dann die erlösende Nachricht, dass wegen der fortschreitenden Zeit der 4. Rennlauf abgebrochen wird. Das Rennergebnis wird nach 3 Läufen gewertet. Gewonnen hat Weidinger vor Wiebe und mir.
Nach St. Anton schon der zweite Podestplatz der Saison. Nach den Wetterkapriolen war ich dann mit dem Ergebnis doch sehr zufrieden.
Als nächstes steht das Homburger Bergennen im Kalender. Eine echte Fahrerstrecke, da bin ich gespannt wie ich mich aus der Affäre ziehe werde." (01.07.2014)
 
Peter Naumann: "Kein Preis ohne Schweiß
Da beim Bergrennen in Wolsfeld das Training immer sonntags und das Rennen am Pfingst-Montag stattfindet konnten wir am Samstag gemütlich anreisen und und bei der netten Familie Welsch im Garten unsere Zelte aufbauen. Im Gepäck waren auch genügen Wasserflaschen denn es sollte ein heißes Wochenende werden.
Nach der letzten, sehr flüssigen Rennstrecke von St. Anton war es schwer, im Training den Rhythmus zu finden. Wolsfeld ist ein sehr enger und winkliger Kurs. Man muss das Gaspedal des ca. 300 PS starken Polo 1,4 Supercharger oft nur streicheln um flüssig um die Kurven zu kommen. Im Training kam der 5. Platz heraus. aber ich war mir sicher, dass mit einer konzentrierten Fahrt noch eine gute Zeitverbesserung drin lag.
Am Renn-Montag brannte die Sonne schon früh auf den Asphalt und als wir um 11 Uhr an den Start rollten war die 30 Grad Marke schon überschritten. Die Konzentration muss aber hoch gehalten werden, denn man hat in Wolsfeld während der Fahrt keine Sekunde zum verschnaufen. Am Start gut weggekommen und das Geschlängel zur Bit-Kehre flüssig gefahren. Kehre pünktlich angebremst und früh aufs Gas. Jetzt die schnellen Kurven bis zur zweiten Kehre und wieder in einer Rechtkurve anbremsen und zurückschalten für die Linkskehre. Dann hoch beschleunigen bis in den 4. Gang und über den Linksknick die dritte Kehre anbremsen. Wieder in den 4. Gang und die Zielkurve anbremsen. Früh einlenken und aufs Gas gehen, denn die Zielkurve macht auf und man muss den ganzen Speed zur Ziellinie mitnehmen. Die Zeit: 1.06.07 min. Wow, so schnell war ich noch nie in Wolsfeld. Eller fuhr 1.06.00, Wiebe eine 1.05.94 und Weidinger eine 1.05.59min. Ich war an 4. Stelle mit einer Zehntel Abstand zum 2. Platz.
Für den zweiten Lauf wurden die Temperaturen für Mensch und Motoren noch heißer. In der Pause war Trinken angesagt und die Sonne meiden. Gott sei Dank lief der neue 16V Motor tadellos und wir mussten am Polo nichts schrauben. Ich bekam den Lauf aber nicht so flüssig hin und war rund eine halbe Sekunde langsamer als im ersten Lauf. Meine Konkurrenten verbesserten sich aber alle. Deshalb wird es dieses Mal wahrscheinlich nichts mit einem Podestplatz.
Beim dritten Rennlauf wollte ich noch eine saubere Fahrt hinlegen um meinen 4. Platz sicher nach Hause zu fahren. Aber mir ist keine ganz saubere Fahrt gelungen. Die 35 Grad Außentemperatur haben wohl an meiner Konzentration genagt. Ich fuhr eine 1.07.6 aber es hat noch knapp für den 4. Platz in der starken Klasse E1 bis 2l gelangt. In der Gesamtwertung lag ich sogar auf dem hervorragenden 10. Platz. Gewonnen hat Jörg Weidinger mit einer neuen Fabelzeit für 2,0l Autos von 1.05.1 min.
Meine Teampartner der Gipfelstürmer 54 hatten diese Wochenende auch ein bisschen Pech und verspielten Top-Platzierungen. Franz Weißdorn wurde Dritter mit 0,5 sek Abstand zum Sieger. Er hatte aber einen fast-Dreher im ersten Lauf und musste in der zweiten Kehre neu anfahren. Auch Manfred Schulthe ging als Führender in den dritten Rennlauf und verlor nach einem Fahrfehler zwei Sekunden und fand sich am Ende an 3. Position wieder. Roman Sonderbauer wurde in meiner Klasse siebter. Also alles gute Platzierungen und gute Punkteausbeute aber es wäre auch noch mehr drin gelegen.
Jetzt freue ich mich auf das nächste Rennen am Iberg. Dort geht es dann mit 190 km/h wieder ein bisschen flotter auf die erste Kehre zu." (10.06.2014)
 
Peter Naumann: "Erst schrauben, dann aufs Podest
Unser ganzes Team bestehend aus meiner Frau Anne, Bernhard und mir freute sich trotz der 600 km langen Anreise auf das Rennen in St. Anton an der Jessnitz in Niederösterreich. Bei sonnigem Wetter bauten wir am Freitag unser Equipment auf und am Abend genossen wir mit Team Weißdorn sowie Brigitte und Uli Kohl unseren legendären Schweinebraten vom Grill.
Voll motiviert ging es dann am Samstag zum ersten Training. Da wir ja schon letztes Jahr hier gefahren sind kannte ich die fahrerisch sehr anspruchsvolle Strecke und wollte dieses Jahr noch besser mit den Kurven zurecht kommen. Unten, nach dem Start durch die Klamm, ging es schon ganz gut und auch im schnellen Mittelteil. Doch plötzlich beim Beschleunigen aus der Bauernhauskurve hatte ich keinen Vortrieb mehr und der Polo rollte langsam Richtung Ziel. Ich dachte gleich an einen Antriebswellen-Schaden. Ich wollte mich gerade abschnallen da donnerte erst der Schuster, dann Eller und auch noch Sonderbauer im 6. Gang an mir vorbei. Erst als die Streckenposten endlich die rote Flagge schwenkten konnten wir den Polo aus dem Gefahrenbereich schieben.
Wieder unten im Fahrerlager angekommen machten wir uns sofort an die Fehlersuche und sahen, dass die Antriebswelle, die seit 4 Jahren problemlos gehalten hatte, ab geschert war. Da wir kein Ersatzteil dabei hatten machte ich mich gleich im Fahrerlager auf die Suche nach einem passenden Teil. Christof Lampert hatte eine dabei, jedoch ca. 15 mm zu lang. Ich schaute mir am Polo an ob wir das passend bekommen und sah, dass wir genügend Verstell- möglichkeiten haben um das hinzubekommen. Wir machten die rechte Seite um 15 mm breiter und mussten den Sturz und die Spur anpassen. Das zweite Training verpassten wir aber für das dritte Training stand der Polo wieder tadellos am Start. Nach dem Start in den ersten Kurven merkte ich, dass der Polo gut auf der Straße lag und ich fuhr hinter Weidinger die zweitbeste Zeit (Best oft the Rest).
Mit gutem Gefühl ging es dann am Sonntag zum ersten Rennlauf. Am Start gut weggekommen auch die ersten Kurven entlang der Felswand und Leitplanken gut erwischt. Dann die schnelle Rechts-Links im 5. Gang Richtung Steinmauer sauber getroffen und gleicht in den 6. Gang entlang der schnellen Rechtskurve. Dann zwei Gänge runter schalten und in der Kurve anbremsen für eine Linkskurve die schön auf macht und man sehr früh wieder an Gas gehen muss, weil man jetzt wider bis in den 6. Gang beschleunigt und die nächste Links- Rechts nur mit kurzem gaslupfen fährt. Danach geht es voll ausgedreht mit 190 km/h zur nächsten Links-Rechts die man auch im 6. Gang, jedoch mit kurzem anbremsen fährt. In der Kurvenmitte ist eine Senke in der es das Auto immer zweimal leicht versetzt. Dann anbremsen für die Bauernhauskurve und im 3. Gang voll beschleunigen bis in den 6. Gang. Dann bei sehr welliger Straße die Zielkurve anbremsen. Als ich dann im 2. Gang beim Rechtsknick zum Ziel aufs Gas ging hatte ich schon wieder keinen Vortrieb mehr! Rollte dann noch die letzten 50 m bis zur Ziellinie. Aber als ich auf den Display schaute, sah ich eine Bomben Zeit: 1.23.4 min! Eller fuhr eine 1.24.1 min. Weidinger war unantastbar und fuhr eine 1.20.2 min.
Ich schaute gleich nach dem Fehler und stellt fest, dass diesmal das Außengelenk der Antriebswelle gebrochen war und nicht die Welle selber. Im Zielbereich machte ich mich gleich auf die Suche bei den VW-Fahrerkollegen, ob jemand ein Gelenk als Ersatzteil dabei hat und der 1600er Golf-Fahrer Christian Speckl sagte mir dann, dass er eins dabei hat. Unten im Fahrerlager ging es dann sofort an die Reparatur. Schnell Welle ausbauen, Gelenk wechseln und wieder einbauen. In Österreich gibt es nur eine Rückführen, deshalb muss man meistens nach einer halben Stunde wieder an den Start fahren. Aber mein Schrauber Bernhard und ich schafften es in Rekordzeit und ich stand pünktlich am Vorstart. Wenn auch mit schwarzen Händen. Zum waschen hatte die Zeit nicht mehr gereicht.
Im zweiten Rennlauf fehlte die Konzentration durch die Hektik ein bisschen und ich traf die wichtige Kurve Richtung Steinmauer nicht optimal und auch in der Bauerhauskurve geriet ich am Kurvenausgang leicht in den Seitenstreifen. Das Resultat ist eine 1.25.1 min. Ich war jetzt 1 sek hinter Eller auf dem dritten Platz. Aber egal, Hauptsache die Antriebswelle hält noch dem dritten Lauf.
Der dritte und letzte Rennlauf hat dann wieder gut geklappt und ich fuhr mit einer 1.23.7 min erleichtert durchs Ziel. Der 3. Platz ist eine sehr gute Ausbeute bei den Problem die ich an diesem Rennwochenende hatte.
Ich möchte mich auf diesem Weg noch ganz herzlich bei meinen Fahrerkollegen Christof Lampert, Christian Speckl und meinem Schrauber Bernhard bedanken. Ohne ihre Hilfe wäre dieser Podest Platz nicht möglich gewesen.
Jetzt habe ich Zeit bis Pfingsten um den Polo wieder optimal für das Bergrennen in Wolsfeld vorzubereiten." (26.05.2014)
 
Peter Naumann: "Keine Punkte in Eschdorf
Wegen dem 1. Mai Feiertag konnten wir schon am Donnerstag nach Eschorf in Luxemburg anreisen. Franz Weißdorn und Erika waren schon da und wir konnten uns gleich daneben aufstellen. Am Freitag machten wir eine Fahrradtour hinab nach Esch Sur Sur und fuhren entlang des Flusses Sauer bis der anstrengende, fünf Kilometer lange, Bergauf Weg nach Eschdorf kam. Er führte auch über die Bergrennstrecke. Danach wurden im Fahrerlager die Papier- und Technische Abnahme erledigt.
Der Trainings-Samstag war sehr kühl und windig aber trocken. Der erste Trainingslauf begann ganz gut und ich konnte mich im zweiten Training auch ganz gut steigern. Aber ich merkte, dass ich seit Glasbach 2013 nicht mehr im Rennauto gesessen bin. Ich war froh, als am späten Nachmittag noch zum dritten Training aufgerufen wurde, da jeder Kilometer Training hilft. Umso enttäuschter war ich, als nach einem Unfall und Leitplankenbeschädigung in der 1600er Klasse das Training abgesagt wurde und wir wieder über die Strecke ins Fahrerlager rollen mussten.
Am Sonntag Früh war ich dann ein bisschen aufgeregt aber zuversichtlich, dass ich meine Trainingszeit verbessern konnte. Am Start gut weggekommen und die ersten drei Kurven gut erwischt. Dann merkte ich, dass der Polo 1.4 Supercharger nicht mehr gut hinaus gedreht hat. Das blieb auch so bis ins Ziel. Die Zeit war mit 1.02 natürlich zu langsam. Im Fahrerlager merkten wir dann, dass wir ein Problem am Kompressor-Antrieb hatten. Das konnten wir leider nicht mehr beheben und weiter fahren hätte womöglich noch größere Schäden verursacht. Schweren Herzens mussten wir den Polo aufladen und gleich im ersten Rennen der Saison ein Streichergebnis mitnehmen.
Erfolgreicher waren da meine Teamkollegen in der Berg-Team-Challenge. Franz Weißdorn gewann die H 1,3. Manfred Schulte wurde zweiter in der 1,6 und Roman Sonderbauer wurde bei den 2,0 sechster bei 36 Teilnehmer.
Wir werden das Problem sicher in den Griff bekommen und in St. Anton / Niederösterreich wieder voll angreifen." (06.05.2014)
 
Peter Naumann: "Eschdorf kann kommen
Seit Herbst 2013 wurde am Polo 1,4 Supercharger kräftig geschraubt. Mein Motorentuner Timo Wolfer hatte über den Winter meinen 16V Motor fertig gestellt und die Ergebnisse auf dem Motorenprüfstand waren für die erste Entwicklungsstufe zufriedenstellend. Wir sind leistungsmäßig auf dem Stand der letzter Saison, also bei ca. 300 PS. Das Augenmerk legten wir aber nicht auf Leistungssuche sondern auf Standfestigkeit. Der Alte 8V Zylinderkopf war der Leistung nicht mehr gewachsen und machte letzte Saison ständig Ärger.
Auch im Bereich der Elektronik wurde aufgerüstet und ein Renn-ABS eingebaut. Diese Woche wurde es noch richtig konfiguriert und nach einer kurzen Testfahrt konnte ich schon das pulsieren im Bremspedal bei einer Vollbremsung spüren.
Ich freue mich jetzt schon richtig auf Eschdorf um zu sehen, wie die Verbesserungen am Polo 1,4 16V Supercharger funktionieren und auch um alle anderen Bergteams nach der langen Winterpause wieder zu sehen.
Also dann bis Eschdorf!" (24.04.2014)
 
Peter Naumann: "Die "Gipfelstürmer 54" gehen auf Punktejagd
Der DMSB hat die neue Team-Meisterschaft "Deutsche Berg-Team-Challenge 2014" ins Leben gerufen. Peter Naumann und Franz Weißdorn waren sich schnell einig, dass man an dieser Meisterschaft teilnehmen möchte. Die zwei fehlenden Fahrer waren gleich gefunden. Zusammen mit Roman Sonderbauer und Manfred Schulte ist unser Team sehr gut aufgestellt.
Der Teamname Gipfelstürmer passt ganz gut für diese schnelle Truppe und die Zahl 54 ist das Durchschnittsalter der Fahrer. Jeder Fahrer ist auch im Gr. H Berg Cup am Start.
Die Punktezuteilung ist wie in der Berg DM. Es werden pro Veranstaltung die drei punktbesten Fahrer gewertet. Wir hoffen, dass noch viele Teams bei der neuen Berg-Team-Challenge mitmachen, denn diese Meisterschaft findet nur dann statt, wenn sich mindesten fünf Teams beim DMSB einschreiben.
Einschreibeschluss ist der 16.05.2014. Es können sich also auch noch am ersten Rennen in Eschdorf Teams finden und ihre Nennungen abgeben." (02.04.2014)
 
Peter Naumann: "Saisonvorbereitung 2014
In den letzten Tagen wird wieder feste geschraubt in der Polotreter Werkstatt für die Bergsaison 2014. Bei meinen Motorentuner Timo Wolfer wird gerade mein neuer 1,4l 16V Kompressor Motor vorbereitet und ich bin dabei, die neue Auspuffanlage dafür zu schweißen. Wir hoffen, dass mit dem 16V Zylinderkopf die alten Probleme mit der Standfestigkeit behoben sind. Gleichzeitig wird auch noch im Bereich der Elektronik aufgerüstet. Es wird ein Renn-ABS eingebaut, wie es schon bei den meisten Top- Autos bei den H 2,0 am Berg im Einsatz ist.
Wir hoffen, dass wir im Februar mit dem neuen Motor auf den Prüfstand kommen. Da wir keinerlei Erfahrung mit dem 16V Motor haben werden wir in Sachen Nockenwellen wieder bei Null anfangen und bestimmt wieder viel probieren müssen, damit eine ordentliche Motorleistung herauskommt.
Es gibt noch viel zu tun bis zu unserem ersten Bergrennen dieses Jahr in Eschdorf!" (05.01.2014)